Widersprüche
und Abweichungen der Evangelien:
Inhalt:
1.Johannes der Täufer (Matthäus/Markus/Lukas)
2.Die Taufe Jesu (Matthäus/Markus/Lukas)
3.Erstes Auftreten in Galiläa (Matthäus/Markus/Lukas)
4.Die Berufung der ersten Jünger (Matthäus/Markus/Lukas)
5.Der Sturm auf dem See (Matthäus/Markus/Lukas)
6.Vom Haus auf dem Felsen (Matthäus/Lukas)
7.Der Hauptmann von Kafarnaum (Matthäus/Lukas)
8.Die Berufung des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern
(Matthäus/Lukas/Markus)
9.Das Abreißen der Ähren am Sabbat (Matthäus/Markus/Lukas)
10.Die Heilung eines Mannes am Sabbat (Matthäus/Lukas/Markus)
11.Verteidigungsrede Jesu (Matthäus/Markus/Lukas)
12.Die Verweigerung eines Zeichens (Matthäus/Markus/Lukas)
13.Von den wahren Verwandten Jesu (Matthäus/Markus/Lukas)
14.Das Gleichnis von Sämann (Matthäus/Markus/Lukas)
15.Das Gleichnis vom Senfkorn (Matthäus/Markus/Lukas)
16.Die Ablehnung Jesu in seiner Heimat (Matthäus/Markus/Lukas)
17.Die Aussendung der zwölf Jünger (Lukas/Markus)
18.Der Gang Jesu auf dem Wasser (Matthäus/Markus/Johannes)
19.Warnung vor den Pharisäern (Matthäus/Markus/Lukas)
20.Das Messiasbekenntnis des Petrus und die Antwort Jesu
(Matthäus/Markus/Lukas)
21.Die erste Ankündigung vom Leiden und von der Auferstehung
(Matthäus/Markus)
22.Von Nachfolge und Selbstverleugnung (Matthäus/Markus/Lukas)
23.Die Verklärung Jesu (Markus/Matthäus/Lukas)
24.Vom Herrschen und Dienen (Matthäus/Markus/Lukas)
25.Die Tempelreinigung (Matthäus/Markus/Lukas/Johannes)
26.Die Frage nach der kaiserlichen Steuer (Matthäus/Markus/Lukas)
27.Die Frage nach dem Messias (Matthäus/Markus/Lukas)
28.Vom Kommen des Menschensohnes (Matthäus/Markus/Lukas)
29.Die Gefangennahme (Matthäus/Markus/Lukas/Johannes)
30.Die Grundwidersprüche der Passionsgeschichte
(Matthäus/Markus/Lukas/Johannes)
31.Das Begräbnis Jesu (Matthäus/Markus/Lukas/Johannes)
31.Die Begegnungen mit Jesus nach dessen Auferstehung
(Matthäus/Markus/Lukas/Johannes)
Weitere Widersprüche der Evangelien:
1.Die Missionsaufträge Jesu
2.Jesu Kirchenstiftung – eine Fälschung?
3.Die Widersprüche des Verrats durch Judas
4.Sonstige Widersprüche des Christentums
1.Die
Widersprüche und Abweichungen der Evangelien:
1.Johannes der
Täufer:
Nach Markus (1,1-8)
Nach Matthäus (3,1-12)
Nach Lukas (3,1-20)
Bei Markus heißt es:
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
Bei Matthäus heißt es:
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Bei Lukas heißt es:
Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend des Jordan und verkündete dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
Bei Markus und Matthäus heißt es:
Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
Bei Lukas heißt es:
So erfüllte sich was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Bei Matthäus heißt es:
Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommendem Gericht entrinnen könnt?
Bei Lukas heißt es:
Das Volk zog in Scharen zu ihm hinaus, um sich von ihm Taufen zu lassen. Er sagte zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommendem Gericht entrinnen könnt?
Bei Markus und Lukas heißt es:
Er verkündete: Nach mir kommt einer, der stärker ist als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Bei Matthäus heißt es:
Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen.
Bei Markus heißt es:
Er aber wir euch mit dem Heiligen Geist taufen.
Bei Matthäus und Lukas heißt
es:
Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
Bei Matthäus verkündet Johannes der Täufer das nahe Himmelreich!
Bei Markus und Lukas verkündet Johannes der Täufer Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden!
Bei Matthäus bezeichnet Johannes der Täufer die Pharisäer und Sadduzäer als Schlangenbrut und droht diesen das kommende Gericht an!
Bei Lukas bezeichnet Johannes der Täufer das ganze Volk als Schlangenbrut und kündigt diesem das kommende Gericht an!
Bei Markus und Lukas ist Johannes der Täufer nicht würdig, seinem Nachfolger die Schuhe aufzuschnüren!
Bei Matthäus ist Johannes der Täufer nicht würdig seinem Nachfolger die Schuhe auszuziehen!
Bei Markus kündigt Johannes der Täufer dem Volk die Taufe durch den Heiligen Geist an!
Bei Matthäus und Lukas kündigt Johannes der Täufer dem Volk die Taufe durch den Heiligen Geist und durch Feuer an!
2.Die Taufe
Jesu:
Nach Lukas (3,21-22)
Nach Markus (1,9-11)
Nach Matthäus (3,13-17)
Bei Lukas heißt es:
Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen.
Bei Markus heißt es:
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Bei Matthäus heißt es:
Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.
Bei Lukas heißt es:
Und während er betete, (im Wasser) öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach...
Bei Markus heißt es:
Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube herabkam.
Bei Matthäus heißt es:
Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine taube auf sich herabkommen.
Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
Bei Lukas kommt Jesus mit dem ganzen Volk zum Jordan und lässt sich taufen.
Bei Markus und Matthäus kommt Jesus allein zum Jordan, um sich
taufen zu lassen.
Bei Lukas öffnet sich der Himmel während Jesus im Wasser betet.
Bei Markus und Matthäus öffnet sich der Himmel als Jesus aus dem
Wasser stieg.
Bei Lukas kommt der „Heilige Geist“ auf Jesus herab!
Bei Markus kommt der „Geist“ auf Jesus herab!
Bei Matthäus kommt der „Geist Gottes“ auf Jesus herab!
Bei Matthäus heißt es zusätzlich:
Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit die Gott fordert ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.
(Die anderen Evangelisten erwähnen diese Meinungsverschiedenheit
nicht)
3.Erstes
Auftreten in Galiläa:
Nach Markus (1,14-15)
Nach Lukas (4,14-15)
Nach Matthäus (4,12-17)
Bei Markus heißt es:
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa.
Bei Lukas heißt es:
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück.
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
Bei Markus heißt es:
Er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Bei Lukas heißt es:
Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
Bei Matthäus heißt es:
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Der Mythos vom Heimatlosen Wanderprediger:
Die Aussage bei Matthäus bezeichnet Kafarnaum als den Wohnort Jesu:
(13) Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See
liegt...
Im Widerspruch zu dieser Aussage heißt es in der Geschichte von
der Nachfolge: (Matth.8,18-22/Luk.9,57-62):
Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel
ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen
kann.
Ein weiterer Widerspruch dieses Kapitels:
Er (Jesus) verkündete das Evangelium.
Aufgrund der unbestreitbaren Tatsache, dass die Evangelien erst
30-50 Jahre nach Jesu mutmaßlichem Tod aufgeschrieben wurden, konnte Jesus kein
Evangelium verkündet haben, ferner existieren keine Originalschriften eines
historischen Jesus, daher kann diese Geschichte als Fälschung vermutet werden.
4.Die Berufung
der ersten Jünger:
Nach Markus (1, 16-20)
Nach Lukas (5, 1-11)
Nach Matthäus (4, 18-22)
Bei Markus heißt es:
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen.
Bei Lukas heißt es:
Als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand; drängte sich das Volk um ihn und wollte des Wort Gottes hören.
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genant Petrus, und seinen Bruder Andreas;
Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Markus und Matthäus waren
die Brüder auf dem See und warfen ihre Netze aus!
Bei Lukas waren die Fischer an Land und wuschen ihre Netze!
Bei Markus und Matthäus sieht Jesus die Brüder!
Bei Lukas drängt sich das Volk um Jesus, um das Wort Gottes zu
hören!
Im Lukasevangelium wird diese Geschichte ins phantastische
gesteigert:
Bei Markus und Matthäus folgen die Brüder nach einer kurzen
Unterredung
„Da sagte er zu ihnen Kommt her folgt mir nach! Sogleich ließen
sie ihre Netze liegen und folgten ihm“ Jesus nach!
Bei Lukas predigt Jesus zum Volk vom Boot aus, dann fährt er mit
den Brüdern auf den See hinaus, wo dann so viele Fische gefangen werden, dass
das Boot fast untergeht!
5.Der Sturm auf
dem See:
Nach Lukas (8, 22-25)
Nach Markus (4, 35-41)
Nach Matthäus (8, 23-27)
Bei Lukas heißt es:
Eines Tages stieg er mit seinen Jüngern in ein Boot und sagte zu
ihnen: Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren. Und sie fuhren ab.
Bei Markus heißt es:
Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere
Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem
Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn.
Bei Matthäus heißt es:
Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm.
Bei Lukas heißt es:
Plötzlich brach über dem See ein Wirbelsturm los; das Wasser
schlug in das Boot, und sie gerieten in große Gefahr.
Bei Markus heißt es:
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen
schlugen in das Boot, so daß es sich mit Wasser zu füllen begann.
Bei Matthäus heißt es:
Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, so daß das
Boot von den Wellen überflutet wurde.
Bei Lukas heißt es:
Da traten sie zu ihm und weckten ihn; sie riefen:
Meister, Meister, wir gehen zugrunde.
Bei Markus heißt es:
Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie
weckten ihn und riefen:
Meister, kümmert es dich nicht, daß wir zugrunde gehen?
Bei Matthäus heißt es:
Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen:
Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!
Bei Lukas heißt es:
Dann sagte er zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube?
Bei Markus heißt es:
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen
Glauben?
Bei Matthäus heißt es:
Er sagte zu ihnen: Warum habt die solche Angst, ihr
Kleingläubigen?
Bei Lukas heißt es:
Er stand auf, drohte dem Wind und den Wellen, und sie legten sich,
und es trat Stille ein.
Bei Markus heißt es:
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig,
sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.
Bei Matthäus heißt es:
Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See, und es trat
völlige Stille ein.
Bei Lukas heißt es:
Sie aber fragten einander voll Schrecken und Staunen: Was ist das
für ein Mensch, dass sogar die Winde und das Wasser seinem Befehl gehorchen?
Bei Markus heißt es:
Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist
das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?
Bei Matthäus heißt es:
Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch,
dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen.
Die Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
1.
Die Heftigkeit der Naturgewalten wird von Evangelium zu Evangelium systematisch
gesteigert:
Bei Lukas bricht auf dem See ein (einfacher) Wirbelsturm los!
Bei Markus bricht auf dem See ein heftiger Wirbelsturm los!
Bei Matthäus bricht auf dem See ein gewaltiger Sturm los!
2. Gleichzeitig werden von Evangelium zu Evangelium die Drohungen
Jesu gegen die Naturgewalten systematisch gesteigert:
Bei Markus droht Jesus dem Wind alleine!
Bei Lukas droht Jesus bereits dem Wind und den Wellen!
Bei Matthäus droht Jesus dann den Winden und dem (ganzen) See!
Die Kapitel „Der Gang Jesu auf dem Wasser“ und „Der Sturm auf dem
See“ könnten auf einer gemeinsamen Grundlage beruhen:
Einen Hinweis auf diese Theorie gibt und der Evangelist Matthäus:
Bei der Geschichte vom Gang Jesus über das Wasser (Matthäus
14,22-33)
sagt Jesus zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Bei der Geschichte vom Sturm auf dem See (Matthäus 8, 23-27)
sagte Jesus zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr
Kleingläubigen?
6.Vom Haus auf
dem Felsen:
Nach Matthäus (7, 24-27)
Nach Lukas (6, 47-49)
Bei Lukas heißt es:
Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief
aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte.
Bei Matthäus heißt es:
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann,
der sein Haus auf Fels baute.
Bei Matthäus heißt es (Zusätzlich):
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich
meine Kirche bauen...
Kommentar zu diesem Kapitel:
Das im Matthäusevangelium erwähnte Zitat „Auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen“, auf welches die Kirche ihre Existenzberechtigung beruft, könnte eine Veränderung, Verfälschung, oder Abweichung des im Lukasevangelium erwähnten Zitates „Er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Fels baute“ sein!
Die im Matthäusevangelium erwähnte Aussage „Auf diesem Fels werde ich meine Kirche bauen“, erwähnen die anderen Evangelisten nicht!
Die im Matthäusevangelium erwähnte Aussage „Auf diesem Fels werde ich meine Kirche bauen“ könnte später dem Evangelium hinzugefügt worden sein!
Sonstige Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Die auf das Haus einwirkenden Naturkräfte werden von
Evangelium zu Evangelium systematisch gesteigert:
Bei Lukas heißt es:
Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.
Bei Matthäus heißt es:
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein.
Bei Lukas prallte ein Hochwasser und die Flutwelle gegen das Haus.
Bei Matthäus rüttelten ein Wolkenbruch, die heranfluteten Wassermassen und die tobenden Stürme ans Haus.
7.Der Hauptmann von Kafarnaum:
Nach Lukas (7,1-10)
Nach Matthäus (8, 5-13)
Bei Lukas heißt es:
Als Jesus die Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach
Kafarnaum hinein.
Bei Matthäus heißt es:
Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat
ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Bei Lukas heißt es:
Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr
schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den
jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten.
Bei Matthäus heißt es:
Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat
ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Die Abweichung dieses Kapitels:
Bei Lukas schickte der Hauptmann, als er von Jesus hörte, einige von den jüdischen Ältesten zu ihm.
Bei Matthäus trat der Hauptmann persönlich an Jesus heran.
Bei Lukas heißt es:
Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus
zurückkehrten, stellten die fest, dass der Diener gesund war.
Bei Matthäus heißt es:
Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du
geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.
Weitere Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Lukas kehrten die Männer, die der Hauptmann zu Jesus geschickt hatte zurück ins Haus.
Bei Matthäus heißt es:
Und zum Hauptmann sagte
Jesus: Geh! (zum Haus zurück?)
Ein weiterer Widerspruch dieser Geschichte liegt darin, das doch
Jesus (Vermutlich mit dem Hauptmann) in dessen Hause war, um den Diener zu
heilen!
(Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn Gesund machen)
8.Die Berufung
des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern:
(Im
Matthäusevangelium die Berufung des Matthäus)
Nach Lukas (5,27-32)
Nach Markus (2,13-17)
Nach Matthäus (9,9-13)
Bei Lukas und Markus heißt es:
Bei Matthäus heißt es:
Bei Lukas heißt es:
Als Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm.
Bei Markus heißt es:
Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm.
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus weiterging sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm!
9.Das Abreißen der Ähren am Sabbat:
Nach Markus (2,23-28)
Nach Matthäus (12,1-8)
Nach Lukas (6,1-5)
Bei Markus heißt es:
An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab.
Bei Lukas heißt es:
Als er an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.
Bei Matthäus heißt es:
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Bei Markus heißt es:
Da sagten die Pharisäer zu ihm: sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten.
Bei Lukas heißt es:
Da sagten einige Pharisäer: was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat
verboten!
Bei Matthäus heißt es:
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Bei Markus heißt es:
Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten – wie zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf und auch seinen Begleitern davon gab?
Bei Lukas heißt es:
Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen durften und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab?
Bei Matthäus heißt es:
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften.
Der im
Markusevangelium erwähnte Name des Hohenpriesters (Abjatar) fehlt in den
anderen Evangelien!
Bei Markus heißt es:
Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.
Bei Lukas heißt es:
Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
Bei Matthäus heißt es:
Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel. Denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
10.Die Heilung
eines Mannes am Sabbat:
Nach Matthäus (12, 9-14)
Nach Lukas (6,6-11)
Nach Markus (3,1-6)
Bei Matthäus heißt es:
Darauf verließ er sie und ging in ihre Synagoge.
Bei Lukas heißt es:
An einem anderen Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
Bei Markus heißt es:
Als er einander mal in eine Synagoge ging...
Bei Matthäus heißt es:
Sie fragten ihn: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen? Sie suchten
nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Bei Lukas heißt es:
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat
heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Bei Markus heißt es:
Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie
suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Bei Matthäus heißt es:
Die Pharisäer aber gingen hinaus und fassten den Beschluss, Jesus
umzubringen.
Bei Lukas heißt es:
Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie
gegen Jesus unternehmen könnten.
Bei Markus heißt es:
Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den
Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
Die Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
Die Anzahl der religiösen und politischen Gegner werden von
Evangelium zu Evangelium systematisch gesteigert:
Bei Matthäus fassen nur die "Pharisäer" den Beschluss,
Jesus umzubringen.
Bei Lukas berieten die "Pharisäer" und die
"Schriftgelehrten", was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
Bei Markus fassen die "Pharisäer" und die "Anhänger
der Herodes" den Beschluss, Jesus umzubringen.
Bei Matthäus und Markus fassen Jesu Gegner den Beschluss, ihn
umzubringen.
Bei Lukas berieten Jesu Gegner (von sinnloser Wut erfüllt), was
sie gegen Jesus unternehmen könnten.
11.Verteidigungsrede
Jesu:
Nach Matthäus (12,22-37)
Nach Markus (3,22-30)
Nach Lukas (11,14-23)
Bei Matthäus heißt es:
Als die Pharisäer das hörten, sagten sie: Nur mit Hilfe des Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, kann er die Dämonen austreiben.
Bei Markus heißt es:
Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführer der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Bei Lukas heißt es:
Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
Bei Matthäus heißt es:
Jesus sagte: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, geht zugrunde und keine Stadt und keine Familie, die in sich gespalten ist, wird Bestand haben.
Bei Markus heißt es:
Jesus sagte: Wenn eine Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.
Bei Lukas heißt es:
Jesus sagte: jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus um das andere stürzt ein.
Bei Matthäus heißt es:
Wenn also der Satan den Satan austreibt, dann liegt der Satan mit sich selbst im Streit. Wie kann seine Reich dann Bestand haben?
Bei Markus heißt es:
Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
Bei Lukas heißt es:
Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann seine Reich dann Bestand haben?
Bei Matthäus heißt es:
Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreiben, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Bei Lukas heißt es:
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Bei Matthäus und Markus heißt
es:
Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er denn Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
Bei Lukas heißt es:
Solange ein bewaffneter, starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat und verteilt die Beute.
Bei Matthäus heißt es:
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Darum sage ich (Jesus) euch: Jede Sünde und Lästerung werden dem Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist werden nicht Vergeben. Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.
Bei Markus heißt es:
Amen, das sage ich (Jesus) euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, soviel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
Bei Lukas heißt es:
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
12.Die
Verweigerung eines Zeichens:
Nach Matthäus (12,38-42/16,1-4) Das Matthäusevangelium erwähnt diese Geschichte doppelt!!!
Nach Lukas (11,29-32)
Nach Markus: (8,13-11)
Bei Matthäus (1) heißt es:
Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.
Bei Matthäus (2) heißt es:
Da kamen die Pharisäer und Sadduzäer zu Jesus, um ihn auf die Probe zu stellen. Sie baten ihn: Lass uns ein Zeichen vom Himmel sehen.
Bei Lukas heißt es:
Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse, sie fordert ein Zeichen.
Bei Markus heißt es:
Da kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen.
Bei Matthäus und Lukas heißt es:
Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein andere gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.
Bei Markus heißt es:
Amen ich (Jesus) sage euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden.
Bei Matthäus (2) heißt es:
Und er ließ sie stehen und ging weg.
Bei Markus heißt es:
Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.
Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Matthäus (1) kommen einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus und wollen ein Zeichen am Himmel sehen!
Bei Matthäus (2) kommen die Pharisäer und die Sadduzäer zu Jesus und wollen ein Zeichen am Himmel sehen!
Bei Markus kommen die Pharisäer (allein) zu Jesus und wollen ein Zeichen am Himmel sehen!
Bei Lukas kommen immer mehr Menschen (allgemein) zu Jesus und wollen ein Zeichen am Himmel sehen!
Bei Matthäus und Lukas wird dieser Generation das Zeichen des Jonas gegeben!
Bei Markus wird dieser Generation niemals ein Zeichen gegeben!
Bei Matthäus geht Jesus nach seiner Aussage weg!
Bei Markus steigt Jesus ins Boot und fährt ans andere Ufer!
13.Von den
wahren Verwandten Jesu:
Nach Markus (3,31-35)
Nach Lukas (8,19-21)
Nach Matthäus (12,46-50)
Bei Markus heißt es:
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen.
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen.
Bei Lukas heißt es:
Eines Tages kamen seine Mutter und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Bei Markus heißt es:
Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir.
Bei Matthäus heißt es:
Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen.
Bei Lukas heißt es:
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen.
Bei Markus heißt es:
Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen und sagte: Das hier sind seine Mutter und meine Brüder.
Bei Matthäus heißt es:
Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er streckte seine Hand über seine Jünger aus und sagte: Das sind meine Mutter und meine Brüder.
Bei Markus heißt es:
Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
Bei Matthäus heißt es:
Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
Bei Lukas heißt es:
Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.
Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Markus fragen seine Mutter und seine Brüder nach Jesus!
Bei Matthäus wollen seine Mutter und seine Brüder mit Jesus
sprechen!
Bei Lukas wollen seine Mutter und seine Brüder Jesus sehen!
Bei Markus sind Jesu Brüder und seine Mutter die, die den Willen
Gottes erfüllen!
Bei Matthäus sind Jesu Brüder und seine Mutter die, die den Willen
seines himmlischen Vaters erfüllen!
Bei Lukas sind Jesu Brüder und seine Mutter die, die das Wort
Gottes hören und danach handeln!
Zusätzlich scheint Jesus seine Mutter (Die Gottesmutter) nicht
einmal zu kennen, was dem hauptsächlich von der katholischen Kirche
praktizierten Gottesmutterkult widerspricht!
14.Das Gleichnis
vom Sämann:
Nach Markus (4,1-9)
Nach Lukas (8,4-8)
Nach Matthäus (13,1-9)
Bei Markus heißt es:
Ein andermal lehrte er wieder am Ufer des Sees und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
Bei Lukas heißt es:
Als die Leute aus allen Städten zusammenströmten und sich viele Menschen um ihn versammelten, erzählte er ihnen dieses Gleichnis.
Bei Matthäus heißt es:
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich, die Leute aber standen am Ufer.
Bei Markus heißt es:
Er (Jesus) sagte: Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.
Bei Lukas heißt es:
Ein Sämann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusäen. Als er säte fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten und die Vögel des Himmels fraßen sie.
Bei Matthäus heißt es:
Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.
Bei Markus heißt es:
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzel hatte.
Bei Lukas heißt es:
Ein anderer Teil fiel auf Felsen und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte.
Bei Matthäus heißt es:
Ein anderer Teil fiel auf einen felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Bei Markus heißt es:
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.
Bei Lukas heißt es:
Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie.
Bei Matthäus heißt es:
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten sie.
Bei Markus heißt es:
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
Bei Lukas heißt es:
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
Bei Matthäus heißt es:
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre.
15.Das Gleichnis
vom Senfkorn:
Nach Markus: (4,30-32)
Nach Lukas (13,18-19)
Nach Matthäus (13,31-32)
Die „Philosophischen“ Aussagen dieses Kapitels werden systematisch
gesteigert:
Bei Lukas heißt es:
Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum und die Vögel des Himmels nisten in seinen Zweigen.
Bei Markus heißt es:
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste aller Samenkörnern, die man in der Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Bei Matthäus heißt es:
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als alle anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
16.Die Ablehnung
Jesu in seiner Heimat:
Nach Lukas (4,16-30)
Nach Markus (6,1-6)
Nach Matthäus (13,54-58)
Bei Lukas heißt es:
So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge.
Bei Markus heißt es:
Von dort brach Jesus auf und kam in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge.
Bei Matthäus heißt es:
Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge.
Bei Lukas heißt es:
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt
Bei Matthäus heißt es:
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat der Prophet so wenig Ansehen als in seiner Heimat und in seiner Familie.
Bei Markus heißt es:
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.
(An
dieser Stelle deutet auf einen durchaus Heimatverbundenen Jesus hin, der seine
Ablehnung in der Heimat bedauert, was aber anderen Stellen des Evangeliums
widerspricht in denen Jesus behauptet, nicht von dieser Welt zu sein bzw. auf
seine Heimat im Himmelreich verweist)
Bei Lukas werden die Leute in der Synagoge wütend und treiben
Jesus aus der Stadt heraus und wollen ihn von einem Berg herabstoßen!
(Die anderen Evangelisten erwähnen diesen Vorfall nicht!)
17.Die
Aussendung der zwölf Jünger:
Nach Markus (6,6-13)
Nach Lukas (9,1-6)
Bei Markus heißt es:
Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei
zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben.
Bei Lukas heißt es:
Dann rief er die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die
Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.
Bei Markus heißt es:
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur
Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und
heilten sie.
Bei Lukas heißt es:
Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf.
Sie verkünden das Evangelium und heilten überall die Kranken.
Die Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
Bei Lukas heißt es:
Sie verkündeten das Evangelium...
Wir können die Jünger das Evangelium verkünden, wenn diese
nachweisbar erst ca. 50-100 Jahre nach Jesu mutmaßlichen Tod geschrieben
wurden?
Weitere Abweichungen und Widersprüche dieses Kapitels:
Die Wunderheilungen und –taten werden von Evangelium zu Evangelium
systematisch gesteigert:
Bei Markus gab Jesus seinen Jüngern nur "Vollmacht"
Bei Lukas gab Jesus seinen Jüngern "Kraft" und
"Vollmacht"
Bei Markus gab Jesus seinen Jüngern die Vollmacht, die
"unreinen Geister" auszutreiben.
Bei Lukas gab Jesus seinen Jüngern Kraft und Vollmacht, "alle
Dämonen" auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.
Bei Markus trieben die Jünger "viele Dämonen" aus und salbten
"viele Kranke" mit Öl und heilten sie.
Bei Lukas heilten die Jünger nur überall die "Kranken"
18.Der Gang Jesu
auf dem Wasser:
Nach Markus (6, 45-52)
Nach Johannes (6, 16-21)
Nach Matthäus (14, 22-33)
Bei Markus heißt es:
Gleich darauf forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen
und ans andere Ufer nach Batsaida vorauszufahren.
Bei Johannes heißt es:
Als es aber spät geworden war, gingen seine Jünger zum See hinab,
bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu.
Bei Matthäus heißt es:
Gleich darauf forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen
und an das andere Ufer vorauszufahren.
Bei Markus heißt es:
Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken.
Bei Johannes heißt es:
Es war schon dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen
gekommen.
Bei Matthäus heißt es:
Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Bei Markus heißt es:
Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen
Berg, um zu beten.
Bei Matthäus heißt es:
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in
der Einsamkeit zu beten.
Bei Markus heißt es:
Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war alleine
an Land. Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten
Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte
aber an ihnen vorübergehen. Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie,
es sei ein Gespenst, und schrien auf. Alle sahen ihn und erschraken.
Bei Johannes heißt es:
Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt. Als sie
etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus
über den See ging und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich.
Bei Matthäus heißt es:
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und von
den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten
Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den
See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und
sie schrien vor Angst.
Bei Markus heißt es:
Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich
bin es; fürchtet euch nicht!
Bei Johannes heißt es:
Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht!
Bei Matthäus heißt es:
Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen,
ich bin es; fürchtet euch nicht!
Bei Markus heißt es:
Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich.
Bei Johannes heißt es:
Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot
am Ufer, das sie erreichen wollten.
Bei Matthäus heißt es:
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Bei Markus heißt es:
Sie aber waren bestürzt und außer sich. Denn sie waren nicht zur
Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.
Bei Matthäus heißt es:
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten:
Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.
Die Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Die Ereignisse dieser Geschichte werden Systematisch von
Evangelium zu Evangelium gesteigert:
Bei Markus mühten sich die Jünger nur ab und hatten Gegenwind.
Bei Matthäus wird das Boot bereits von Wellen hin und her geworfen
Bei Johannes wurde dann der See von einem heftigen Sturm
aufgewühlt
Bei Markus kamen die Jünger nicht zur Einsicht und blieben
verstockt.
Bei Matthäus fielen die Jünger dann vor Jesus hin und sagten:
Wahrhaftig du bist Gottes Sohn.
Der Evangelist Matthäus erwähnt zusätzlich:
Daraufhin erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl,
dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus
dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der
Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen...
Die anderen Evangelisten erwähnen diese Geschichte nicht, dadurch
erhärtet sich der Verdacht, dass dieses Ereignis später hinzugefügt wurde!
19.Warnung vor
den Pharisäern:
Nach Markus: (8,14-21)
Nach Matthäus: (16,5-12)
Nach Lukas: (12,1-3)
Bei Markus heißt es:
Warnung vor den Pharisäern und vor Herodes.
Bei Matthäus heißt es:
Warnung vor den Pharisäern und Sadduzäern.
Bei Lukas heißt es:
Warnung vor der Heuchelei der Pharisäer.
Bei Markus heißt es:
Die Jünger hatten vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei.
Bei Matthäus heißt es:
Die Jünger fuhren ans andere Ufer. Sie hatten aber vergessen, Brot mitzunehmen.
Bei Markus heißt es:
Und er warnte sie: Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes!
Bei Matthäus heißt es:
Und Jesus sagte zu ihnen: Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
Bei Lukas heißt es:
Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei!
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus das merkte sagte er: Ihr Kleingläubigen, was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift ihr immer noch nicht?
Bei Markus heißt es:
Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer och nicht, ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht?
Einschub bei Matthäus:
Da verstanden sie, dass er nicht gemeint hatte, sie sollten sich vor dem Sauerteig hüten, mit dem man Brot backt, sondern der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.
Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Markus warnt Jesus seine Jünger vor den Pharisäern und vor
Herodes!
Bei Matthäus warnt Jesus seine Jünger vor den Pharisäern und
Sadduzäern!
Bei Lukas warnt Jesus seine Jünger vor der Heuchelei der
Pharisäer!
Bei Markus haben die Jünger ein Brot dabei!
Bei Matthäus haben die Jünger kein Brot dabei!
Bei Matthäus verstehen die Jünger die Aussage Jesu, bei Markus
nicht!
20.Das
Messiasbekenntnis des Petrus und die Antwort Jesu:
Nach Markus: (8,27-30)
Nach Lukas: (9,18-22)
Nach Matthäus: (16,13-20)
Bei Markus heißt es:
Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
Bei Lukas heißt es:
Jesus betete einmal in der Einsamkeit und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute?
Bei Matthäus heißt es:
Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Bei Markus heißt es:
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
Bei Lukas heißt es:
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen.
Bei Matthäus heißt es:
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebenden Gottes! Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.
Zusätzlich bei Lukas:
Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.
Zusätzlich bei Matthäus:
Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen:
Jesu Kirchenstiftung – Eine Fälschung?
Aufgrund der Tatsache, dass das Kirchenstiftungszitat nur im Matthäusevangelium erwähnt wird, aber in dem (nachweisbar) älteren Markusevangelium fehlt, deutet auf einen späteren Einschub hin, sonst müsste das Kirchenstiftungszitat in allen Evangelien erwähnt sein!
21.Die erste
Ankündigung von Leiden und Auferstehung:
Nach Markus (8,31-33)
Nach Matthäus (16,21-23)
Nach Lukas (9,18-22)
Bei Markus heißt es:
Dann begann er (Jesus) sie (Die Jünger) darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete offen darüber.
Bei Matthäus heißt es:
Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tage werde er auferstehen.
Bei Lukas heißt es:
Jesus betete einmal in der Einsamkeit und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes der Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen.
Bei Markus heißt es:
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Bei Matthäus heißt es:
Da nahm ihn Petrus zur Seite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Das Lukasevangelium erwähnt den Vorfall mit Petrus nicht!
Ein fundamentaler Widerspruch der christlichen Religion
findet sich in diesem Kapitel:
In diesem Kapitel (Bei Lukas) verbietet Jesus seine Jünger streng, jemandem zu sagen, dass er der Messias Gottes sei (21) Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen (Dass er der Messias Gottes sei)! Nach der Gefangennahme sagt Jesus zu den Hohenpriestern und Schriftgelehrten:
(Joh. 18,12-27) Jesus antwortete ihm: ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge oder im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im geheimen gesprochen!
Fazit: Wenn Jesus in den Synagogen und Tempeln vor den Augen der Schriftgelehrten und der Hohenpriester offen gesprochen hätte (das er der Messias Gottes sei) warum verbietet Jesus dann seinen Jüngern, jemandem zu erzählen, dass er (Jesus) der Messias Gottes sei. Zusätzlich lügt Jesus vor dem Hohen Rat (Nach der Gefangennahme) eindeutig!
22.Von Nachfolge
und Selbstverleugnung:
Nach Markus (8,34-9,1)
Nach Matthäus (16,24-28)
Nach Lukas (9,23-27)
Bei Markus heißt es:
Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mit nach.
Bei Lukas heißt es:
Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Bei Matthäus heißt es:
Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Bei Markus heißt es:
Denn wer sein leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.
Bei Lukas heißt es:
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
Bei Matthäus heißt es:
Denn wer sein leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Bei Markus heißt es:
Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt.
Bei Matthäus heißt es:
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Bei Lukas heißt es:
Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engeln.
Bei Markus heißt es:
Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, dass das reich Gottes in seiner ganzen Macht gekommen ist.
Bei Matthäus heißt es:
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.
Bei Lukas heißt es:
Wahrhaftig, das age ich euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben.
23.Die
Verklärung Jesu:
Nach Markus: (9,2-10)
Nach Lukas: ((9,28-36)
Nach Matthäus (17,1-9)
Bei Markus heißt es:
Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein.
Bei Matthäus heißt es:
Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Bei Lukas heißt es:
Etwa acht Tage nach diesen reden nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten.
Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Markus und Matthäus steigen die drei nach sechs Tagen auf den Berg!
Bei Lukas steigen die drei nach acht Tagen auf den Berg!
Weitere Abweichungen dieses Kapitels:
Das strahlende Aussehen Jesu wird in dieser Geschichte
systematisch gesteigert:
Bei Lukas heißt es:
Und während er (Jesus) betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
Bei Matthäus heißt es:
Und er (Jesus) wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Bei Markus heißt es:
Und er (Jesus) wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
24.Vom Herrschen
und vom Dienen:
Nach Lukas (22,24-30)
Nach Markus (10,35-45)
Nach Matthäus (20,20-28)
Bei Lukas heißt es:
Es entstand unter ihnen (Den Jüngern) ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei.
Bei Markus heißt es:
Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.
Bei Matthäus heißt es:
Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte.
Bei Markus heißt es:
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?
Bei Matthäus heißt es:
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?
Bei Matthäus heißt es:
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.
Bei Markus heißt es:
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.
Bei Lukas heißt es:
Da sagte Jesus: Die Könige Herrschen über ihre Völker und die Mächtigen lassen sich Wohltäter nennen.
Bei Lukas heißt es:
Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende.
Bei Markus heißt es:
Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.
Bei Matthäus heißt es:
Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
Bei Matthäus und Markus heißt
es:
Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und meiner Linken habe ich nicht zu vergeben; dort werden die Sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.
Bei Lukas heißt es:
In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich euch das Reich, wie es mir mein Vater vermacht hat: Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Abweichungen und Widersprüche in diesem Kapitel:
Die Kernaussagen dieser Geschichte widersprechen sich fundamental:
Bei Matthäus und Markus hat Jesus in seinem Reich die Plätze neben sich nicht zu vergeben, sondern sein Vater (Gott) bestimmt die Plätze neben Jesus!
Bei Lukas vermacht Jesus seinen Jüngern sein Reich und beauftragt die Jünger, sich auf Throne zu setzen und im Reich Christi die zwölf Stämme Israels zu richten!
Weitere Abweichungen in diesem Kapitel:
Bei Lukas entseht zwischen den Jüngern ein Streit, wer unter ihnen der Größte sei!
Bei Matthäus kommt die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen mit einer Bitte zu Jesus!
Bei Lukas kommen die Söhne des Zebedäus ohne dessen Frau mit einer Bitte zu Jesus!
25.Die
Tempelreinigung:
Nach Markus: (11,15-19)
Nach Lukas: (9,45-48)
Nach Matthäus: (21,12-17)
Nach Johannes: (2,13-22)
Bei Markus heißt es:
Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und ließ nicht zu, dass irgendjemand etwas durch den Tempelbezirk trug.
Bei Lukas heißt es:
Dann ging er in den Tempel und begann die Händler hinauszutreiben.
Bei Matthäus heißt es:
Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer aus dem Tempel hinaus; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um.
Bei Johannes heißt es:
Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler die dort saßen. Er machte sich eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und die Tische stieß er um.
Bei Markus und Lukas heißt es:
Er belehrte sie und sagte: Heißt es nicht in der Schrift: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.
Bei Matthäus heißt es:
Und er sagte: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle.
Bei Johannes heißt es:
Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!
Bei Markus heißt es:
Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten davon und suchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen.
Bei Lukas heißt es:
Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen.
Bei Matthäus heißt es:
Als nun die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat und die Kinder im Tempel rufen hörten: Hosanna dem Sohn Davids! Da wurden sie ärgerlich.
Bei Johannes heißt es:
Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du das tun darfst?
Die Widersprüche und Abweichungen der Tempelreinigung:
Bei Lukas treibt Jesus nur
die Händler aus dem Tempel!
Bei Markus und Matthäus
treibt Jesus die Händler und die Käufer aus dem Tempel!
Bei Johannes treibt Jesus
die Verkäufer von Rindern und Schafen samt den Tieren mit einer Geißel aus dem
Tempel heraus!
(Die Ereignisse dieser
Geschichte werden von Evangelium zu Evangelium systematisch gesteigert!)
In den Synoptischen
Evangelien wirft Jesus den Händlern vor, aus dem Tempel eine Räuberhöhle zu
machen!
Im Johannesevangelium wirft
Jesus den Händlern usw. vor, aus dem Tempel eine Markthalle zu machen!
Bei Markus hörten die Schriftgelehrten
und die Hohenpriester von den Ereignissen im Tempel!
Bei Matthäus sehen die
Schriftgelehrten und die Hohenpriester die Taten Jesu!
Bei Johannes stellen die
Juden Jesus zur Rede, warum er das tut!
Bei Matthäus werden die
Hohenpriester und die Schriftgelehrten ärgerlich!
Bei Markus wollen die
Hohenpriester und die Schriftgelehrten Jesus umbringen!
Bei Lukas wollen die
Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes Jesus
umbringen!
26.Die Frage
nach der kaiserlichen Steuer:
Nach Markus (12,13-17)
Nach Matthäus (22,15-22)
Nach Lukas (20,20-26)
Bei Lukas heißt es:
Daher lauerten sie ihm auf und schickten Spitzel, die sich fromm stellen und ihn bei einer unüberlegten Antwort ertappen sollten. Denn sie wollten ihn der Gerichtsbarkeit des Statthalters übergeben.
Bei Markus heißt es:
Einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes wurden zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken.
Bei Matthäus heißt es:
Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
Bei Lukas heißt es:
Er (Jesus) aber durchschaute ihre Hinterlist.
Bei Markus heißt es:
Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Frage.
Bei Matthäus heißt es:
Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle
Abweichungen in diesem Kapitel:
Bei Matthäus erkennt Jesus ihre böse Absicht!
Bei Markus durchschaut Jesus ihre Heuchelei!
Bei Lukas durchschaut Jesus ihre Hinterlist!
27.Die Frage nach dem
Messias:
Nach Matthäus: (22,41-46)
Nach Lukas: (20,41-44)
Nach Markus: (12,35-37)
Bei Matthäus heißt es:
Danach fragte Jesus die Pharisäer, die bei ihm versammelt waren: Was denkt ihr über den Messias? Wessen Sohn ist er?
Bei Lukas heißt es:
Da fragte er sie: Wie kann man behaupten, der Messias sei der Sohn
Davids?
Bei Markus heißt es:
Als Jesus im Tempel lehrte, sagte er: Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias sei der Sohn Davids?
Bei Matthäus heißt es:
Wie kann ihn dann David, vom Geist (Gottes) erleuchtet „Herr“ nennen? Denn er sagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir diene Feinde unter die Füße.
Bei Lukas heißt es:
Denn David selbst sagt im Buch der Psalmen: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.
Bei Markus heißt es:
Denn David hat, vom Heiligen Geist erfüllt, selbst gesagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur rechten und ich lege dir deine Feinde unter die Füße.
28.Vom Kommen des
Menschensohnes:
Nach Markus (12,24-27)
Nach Matthäus (24,29-31)
Nach Lukas (21,25-28)
Bei Matthäus und Markus heißt es:
Sofort nach den Tagen der Not wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Bei Lukas heißt es:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und den Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und das Donnern des Meeres.
Bei Markus heißt es:
Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen
Bei Lukas heißt es:
Dann wird man den Menschensohn mit großer macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen
Bei Matthäus heißt es:
Und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels sehen.
Bei Markus heißt es:
Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Bei Matthäus heißt es:
Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von ihm auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum anderen
Bei Lukas heißt es:
Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
29.Die
Gefangennahme:
(Bei Johannes
die Verhaftung)
Nach Matthäus (26,47-56)
Nach Markus: (14,43-52)
Nach Lukas: (22,47-53)
Nach Johannes: (18,1-11)
Bei Matthäus heißt es:
Während er noch redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer
großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie
waren von den Hohepriestern und den Ältesten geschickt worden.
Bei Markus heißt es:
Noch während er redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer
Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren
von den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden.
Bei Johannes heißt es:
Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohepriester
und der Pharisäer und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen.
Bei Matthäus waren die Männer, die Jesus Gefangennehmen von den
Hohepriestern und Ältesten geschickt worden!
Bei Markus waren die Männer, die Jesus Gefangennehmen von den
Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden!
Bei Johannes holt Judas selbst die Soldaten, die Gerichtsdiener
der Hohepriester und der Pharisäer um Jesus Gefangen zu nehmen!
Bei Matthäus heißt es:
Doch einer von den Begleitern Jesu zog sein Schwert, schlug auf
den Diener des Hohepriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. Da sagte Jesus zu
ihm: Steck dein Schwert in die Scheide, denn alle, die zum Schwert greifen,
werden durch das Schwert umkommen.
Bei Markus heißt es:
Einer von denen die dabeistanden, zog das Schwert, schlug auf den
Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihnen:
Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen um mich
festzunehmen.
Bei Lukas heißt es:
Als seine Begleiter merkten, was ihm drohte, fragten sie: Herr,
sollen wir mit dem Schwert dreinhauen? Und einer von ihnen schlug auf den
Diener des Hohepriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber sagte:
Hört damit auf!
Bei Johannes heißt es:
Simon Petrus aber, er ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug
nach dem Diener des Hohepriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener
hieß Malchus. Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide
Bei Matthäus und bei Lukas zog einer der Begleiter Jesus sein
Schwert und hieb dem Diener des Hohepriesters das Ohr ab!
Bei Markus zog einer der da beistand, das Schwert und hieb dem
Diener des Hohepriesters das Ohr ab!
Bei Johannes zog Simon Petrus sein Schwert und hieb dem Diener des
Hohepriesters das Ohr ab!
Zusammenfassend:
Die Gefangennahme ist einer der wenigen Ereignisse im Wirken Jesu,
von denen alle vier Evangelisten berichten. Nach Aussage aller vier Evangelisten
waren zumindest die Begleiter (Jünger) Jesu bewaffnet!
30.Die
Grundwidersprüche der Passionsgeschichte:
Vor der Gefangennahme wandert Jesus mit seinen Jüngern umher und
predigt scheinbar Unbehelligt von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten in den
Synagogen und Tempeln der Juden und verbreitet seine Lehre!
Selbstaussagen
Jesu in den Evangelien:
Bei Matthäus:
Tag
für Tag saß ich bei euch (Hohenpriester und Schriftgelehrten) im Tempel und
lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet!
Bei Markus:
Tag für Tag war ich bei euch (Hohenpriester und Schriftgelehrten)
im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet!
Bei Lukas:
Tag
für Tag war ich bei euch (Hohenpriester und Schriftgelehrten) im Tempel und ihr
habt nicht gewagt gegen mich vorzugehen!
Das
Johannesevangelium erwähnt diese Selbstaussage Jesu nicht, da im
Johannesevangelium Jesus grundsätzlich von den Juden verfolgt wird und diese
ihn steinigen wollen!
Gegen
Ende der Lehrzeit Jesu zieht dieser (nach Aussage aller Evangelisten) das ganze
Volk im zulaufend, ihm zujubelnd und ihn als „Messias“ oder „Heilsbringer“
bezeichnet triumphal in Jerusalem ein!
(Einzug
in Jerusalem)
Dann
folgt die Tempelreinigung:
Nach
Aussage aller Evangelisten geht Jesus in den Tempel und treibt die Geldwechsler
und Händler heraus!
Nach
der Tempelreinigung suchen die Hohenpriester und Schriftgelehrten nach einer
Möglichkeit Jesus umzubringen!
Die Tempelreinigung nach Lukas:
Die Hohenpriester, Die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des
Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten aber noch nicht wie sie es
machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte in gern.
(Im Lukasevangelium geht eindeutig hervor, dass Jesus im Volk
beliebt war und ihm gern zuhörte)
Weshalb drängt das ganze Volk, das Jesus nach Aussage des
Lukasevangeliums liebte und gern hörte und ihm einen triumphalen Empfang in
Jerusalem bereitete, kurze Zeit später nach seiner Verurteilung und
Hinrichtung?
Der Beschluss des Hohen Rates:
Bei Markus:
Die
Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus
mit List in ihre Gewalt zu bringen, um ihn zu töten. Sie sagten aber: Ja nicht
zum Fest, damit es im Volk keinen Aufruhr gibt.
Bei Lukas:
Und
die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit Jesus
(unauffällig) zu beseitigen; denn sie fürchteten sich vor dem Volk.
(Warum
veranstalten die Hohenpriester, wenn sie doch Jesus möglichst unauffällig, ohne
dass das Volk es merkte, beseitigen wollen mit der Verurteilung und Hinrichtung
ein in allen Evangelien beschriebenes gigantisches Volksschauspiel?)
Der Verrat durch Judas:
Grundsätzlich
– Was wurde über Jesus verraten?
Möglicherweise
geheime politische Aktivitäten?
War
Jesus ein politischer Aktivist?
Wurden
religiöse Geheimnisse verraten?
Ein
Hinweis auf diese Fragen findet sich im Johannesevangelium:
Das Verhör vor Hannas:
(18, 12-27)
Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und seine Lehre.
Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer
in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts
habe ich im geheimen gesprochen.
(Aufgrund dieser Selbstaussage Jesu kann Judas keine religiösen
Geheimnisse verraten haben!)
Nach Aussage der Evangelisten lehrt und predigt Jesus als
„Messias“ oder „Heilsbringer“ Tag für Tag in den Synagogen oder vor dem Volk,
scheinbar unbehelligt von den Hohepriestern und den Schriftgelehrten!
Fazit:
Hätten
die Hohepriester und die Schriftgelehrten Jesus als religiösen Konkurrenten
oder Gotteslästerer angesehen, dann hätten die Hohepriester und die
Schriftgelehrten jederzeit die Möglichkeit gehabt, Jesus festzusetzen und ihn
unauffällig zu beseitigen!
Hätten
die Hohepriester und Schriftgelehrten Jesus als religiösen Konkurrenten oder
als Gotteslästerer angesehen, dann hätten diese Jesus sicher, ohne die römische
Besatzungsmacht einschalten zu müssen, gesteinigt!
Warum
schalten die Hohepriester und die Schriftgelehrten die römische Besatzungsmacht
ein, um diesen als „Gotteslästerer“ zu beseitigen?
War Jesus ein politischer Aktivist?
Die Anklage der Hohepriester gegen Jesus deutet auf eine
politische Aktivität hin:
Die Auslieferung an Pilatus: (Lukas; 23,1-5)
Daraufhin erhob sich die ganze Versammlung (Nach dem Verhör vor
dem hohen Rat) und man führte Jesus zu Pilatus. Dort brachten sie ihre Anklage
gegen ihn vor; sie sagten: Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser
Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuern zu zahlen, (…)
Die
Hinrichtungsart:
Die
Kreuzigung war im römischen Reich die Todesstrafe für politische Aufwiegler
oder Landesverräter! Währe Jesus als Gotteslästerer verurteilt worden, hätten
ihn die Hohepriester und die Schriftgelehrten sicher gesteinigt!
War Jesus bewaffnet?
Die Aussagen aller Evangelisten bei der Gefangennahem deuten auf
eine Bewaffnung, zumindest der Begleiter Jesu hin:
Bei Matthäus:
Da
sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide, denn alle, die zum
Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.
Bei Lukas:
Jesus
sagte zu ihnen: Hört auf damit (Mit dem Schwert dreinzuschlagen)
Bei Johannes:
Jesus sagte zu Simon Petrus: Steck dein Schwert in die Scheide!
31.Das Begräbnis
Jesu:
Nach Markus (15, 42-47)
Nach Johannes (19, 31-42)
Nach Lukas (23, 50-56)
Nach Matthäus (27, 57-61)
Bei Markus heißt es:
Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging Josef von Arimathäa, ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesus zu bitten.
Bei Johannes heißt es:
Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen.
Bei Lukas heißt es:
Damals gehörte zu den Mitgliedern des Hohen Rates ein Mann namens Josef, der aus der jüdischen Stadt Arimathäa stammte. Er wartete auf das Reich Gottes und hatte dem, was die anderen beschlossen hatten und tatan, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
Bei Matthäus heißt es:
Gegen Abend kam ein Reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
Bei Johannes heißt es:
(sondern einer der Soldaten stieß mit einer Lanze in seine Seite
und sogleich floss Blut und Wasser heraus)
(Die anderen Evangelisten erwähnen diesen Vorfall nicht)
Die Widersprüche und Abweichungen dieses Kapitels:
Bei Markus ist Josef aus Arimathäa ein vornehmer Ratsherr!
Bei Lukas ist Josef aus Arimathäa ein Mitglied des Hohen Rates!
Bei Matthäus ist Josef aus Arimathäa ein reicher Mann und ein
Jünger Jesu!
Das Johannesevangelium weicht von den anderen Evangelien deutlich
ab:
Bei Johannes baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten
die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen!
Bei Johannes ist Josef aus Arimathäa ein Jünger Jesu, aber aus
Furcht vor den Juden nur heimlich!
(Dieses Verdeutlicht die Judenfeindlichkeit des
Johannesevangeliums!)
Bei Markus heißt es:
Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn ins Grab.
Bei Johannes heißt es:
Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.
Bei Lukas heißt es:
Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde.
Bei Matthäus heißt es:
Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein reines Leinentuch.
Bei Markus heißt es:
Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Josef, beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde.
Bei Lukas heißt es:
Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde.
Bei Matthäus heißt es:
Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber.
Weitere Abweichungen dieses Kapitels:
Im Johannesevangelium kommen
beim Begräbnis Jesus überhaupt keine Frauen vor!
Bei Markus, bei Lukas und bei Matthäus ist das Grab in einen
Felsen gehauen worden!
Im Johannesevangelium befindet sich das Grab in einem Garten!
32.Die Begegnungen mit Jesus
nach dessen Auferstehung:
Bei Matthäus:
Bei Matthäus kommen zwei Frauen (Maria aus Magdala und die andere Maria) um nach dem Grab zu sehen. Dann erscheinen ihnen die Engel und Behaupten Jesus ist auferstanden. Dann begegnen die beiden Frauen Jesus und dieser beauftragt die beiden Frauen, seinen Jüngern zu sagen sie sollen nach Galiläa gehen.
In Galiläa treffen sich dann Jesus und seine Jünger, erteilt diesen den Missionsauftrag und verschwindet in den Himmel!
Bei Markus:
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala!
Darauf erschien er (Jesus) in einer anderen Gestalt zweien von ihnen (Jünger) als sie unterwegs waren und aufs Land gingen wollten.
Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn (Jesus) nach seiner Auferstehung gesehen haben. Dann fährt Christus in den Himmel!
Bei Lukas:
Bei Lukas wollen mehrere Frauen an das Grab. Dann begegnen die Frauen zwei Männer in leuchtenden Gewändern (mög. Engel) am Grab! Dann gehen die Frauen zu den Elf Jüngern (ohne dem Auferstandenen zu begegnen) und erzählen diesen, was geschehen ist. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; und die übrigen Frauen.
Dann begegnen zwei Jünger auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus zuerst dem Auferstandenen, scheinbar ohne das dieser zuerst den Frauen begegnet ist!
Dann begegnet der Auferstandene den elf Jüngern in Jerusalem, erteilt diesen den Missionsauftrag und fährt in den Himmel!
Bei Johannes:
Im Johannesevangelium begegnet der Auferstandene (Jesus) zuerst Maria Magdala (allein) Dieser beauftragt sie, zu den Jüngern zu gehen und ihnen zu berichten!
Am Abend des ersten Tages der Woche erscheint der Auferstandene (Jesus) dann den Versammelten Elf Jüngern!!!
Im Johannesevangelium wird zusätzlich erwähnt, dass bei der Begegnung des Auferstandenen einer der Jünger (Thomas) fehlt, d.h. der Auferstandene (Jesus) begegnet 10 Jüngern!
8 Tage nach der ersten Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern, erscheint der Auferstandene (Jesus) erneut den Jüngern, diesmal vollzählig!
Dann erscheint der Auferstandene (Jesus) den Jüngern ein drittes mal am See von Tiberias!
Widersprüche und Abweichungen der Begegnungen mit dem
Auferstandenen Jesus:
Anzahl der Begegnungen:
Bei Matthäus zwei Begegnungen mit dem Auferstandenen!
Bei Markus drei Begegnungen mit dem Auferstandenen!
Bei Lukas zwei Begegnungen mit dem Auferstandenen!
Bei Johannes vier Begegnungen mit dem Auferstandenen!
Reihenfolge der Begegnungen:
Matthäus:
Zwei Frauen (1) seine Jünger (2)
Markus:
Einer Frau (1) zwei Jüngern unterwegs (2) allen Jüngern (3)
Lukas:
Zwei Jüngern unterwegs (1) allen Jüngern in Jerusalem (2)
Johannes:
Einer Frau (1) den Jüngern unvollzählig (2) den Jüngern vollzählig (3) den Jüngern am See von Tiberias (4)
Die Begegnungen (Zusammenfassend):
Matthäus:
Bei Matthäus begegnet Jesus nach seiner Auferstehung zuerst zwei Frauen (Maria Magdala und die andere Maria)!
(1.Begegnung)
Dann begegnet Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern an einem Berg in Galiläa!
(2.Begegnung)
Markus:
Bei Markus begegnet Jesus nach seiner Auferstehung zuerst einer Frau (Maria Magdala)!
(1.Begegnung)
Dann begegnet Jesus zwei Jüngern, die unterwegs sind (Möglicherweise eine ältere Emmauserzählung)!
(2.Begegnung)
Dann begegnet Jesus den Jüngern zusammen!
(3.Begegnung)
Lukas:
Bei Lukas begegnet Jesus nach seiner Auferstehung zuerst zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus ohne davor den Frauen erschienen zu sein!!!
(1.Begegnung)
Dann begegnet der Auferstandene Jesus allen Jüngern in Jerusalem!!!
(2.Begegnung)
Johannes:
Bei Johannes begegnet der Auferstandene Jesus zuerst einer Frau!!!
(1.Begegnung)
Dann begegnet der Auferstandene Jesus seinen unvollzähligen Jüngern (Thomas fehlt)!!!
(2.Begegnung)
8.Tage später begegnet der Auferstandene Jesus seinen (vollzähligen) Jüngern erneut!!!
(3.Begegnung)
Dann begegnet der Auferstandene Jesus ein erneut seinen Jüngern am See von Tiberias!!!
(4.Begegnung)
2.Weitere Widersprüche der Evangelien:
1.Die Missionsaufträge Jesu:
(Vor- und nach seinem Tod)
Missionsaufträge vor dem Tod:
Nach Matthäus (10,5-15)
Nach Lukas (9,1-6)
Nach Markus (6,6-13)
Missionsaufträge nach dem Tod:
Nach Matthäus: (28,16-20)
Nach Johannes: (20,19-23)
Nach Lukas: (24,36-53)
Nach Markus (16,9-20)
Missionsaufträge
vor dem Tod:
Bei Markus heißt es:
Er rief die zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben.
Bei Lukas heißt es:
Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
Bei Matthäus heißt es:
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen Israels. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Missionsaufträge
nach dem Tod:
Bei Markus heißt es:
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Bei Lukas heißt es:
Er sagte zu ihnen: und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.
Bei Johannes heißt es:
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wenn ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Bei Matthäus heißt es:
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen meines Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Widersprüche und
Abweichungen der Missionsaufträge:
Die Missionsaufträge vor dem
Tod (Zusammenfassung):
Bei Markus sendet Jesus seine Jünger aus, um die unreinen Geister auszutreiben!
Bei Lukas sendet Jesus seine Jünger aus um das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen!
Bei Matthäus sendet Jesus seine Jünger aus und verbietet ihnen, zu den Heiden zu gehen, sondern zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels zu gehen und das nahe Himmelreich zu verkünden!
Die Missionsaufträge nach dem
Tod (Zusammenfassung):
Bei Markus sendet Jesus seine Jünger hinaus in die ganze Welt um allen Geschöpfen das Evangelium zu verkünden!
Bei Lukas sendet Jesus seine Jünger aus um seinen Namen allen Völkern zu verkünden, angefangen in Jerusalem, sie sollen umkehren!
Bei Johannes sendet Jesus seine Jünger aus, um Sünden zu vergeben!
Bei Matthäus sendet Jesus seine Jünger aus, zu allen Völkern, um alle Menschen zu seinen Jüngern zu machen und die Menschen im Namen des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geistes zu taufen!
Der Missionsauftrag bei
Matthäus:
(Vor seinem Tod)
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
Der Missionsauftrag bei
Matthäus:
(Nach seinem Tod)
Da trat Jesus auf sie zu und sagte: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Missionsauftrag bei Markus:
(Nach seinem Tod)
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Die Missionsaufträge
beinhalten drei dogmatische Widersprüche des Christentums:
Bei Matthäus beauftragt Jesus vor seinem Tod seine Jünger, nur zu den Israeliten zu gehen um zu Missionieren, verbietet aber seinen Jüngern eindeutig die Heidenmission!
Nach dem Tod erscheint der auferstandene Jesus seinen Jüngern erneut und erteilt diesen den Weltmissionsauftrag!
Warum erteilt Jesus seinen Jüngern nicht schon zu Lebzeiten den Weltmissionsauftrag?
Bei Markus beauftragt Jesus seine Jünger das Evangelium in der ganzen Welt zu verkünden!
Diese Aussage kann als Fälschung angesehen werden, weil die Evangelien nachweisbar erst 30-50 Jahre nach dem mutmaßlichen Tod Jesu geschrieben wurden und es außerdem keine Originalschriften eines historischen Jesus existieren. Daher kann Jesus seine Jünger nicht beauftragt haben die Evangelien zu verkünden!
2.Jesu Kirchenstiftung –
eine Fälschung?
Matthäus 16,18:
Ich aber sage
dir: Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen (…)
Fragen und Widersprüche
zur möglichen Kirchenstiftung Jesu:
Das
Kirchenstiftungszitat befindet sich im Kapitel „Das Messiasbekenntnis des
Petrus“ und wird in drei Evangelisten erwähnt, das Kirchenstiftungszitat findet
sich aber nur im Matthäusevangelium, in den beiden anderen Evangelien (Markus
und Lukas) fehlt dieses Zitat!
Das Matthäusevangelium:
„Das
Messiasbekenntnis des Petrus und die Antwort Jesu“ (16,13-20)
Als Jesus in das
Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die
Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere
für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu
ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der
Messias, der Sohn des lebenden Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du Simon
Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein
Vater im Himmel. Ich aber sage
dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die
Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des
Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel
gebunden sein und was du auf erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst
sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.
Das Markusevangelium:
„Das
Messiasbekenntnis des Petrus“ (8,27-30)
Jesus ging mit
seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea. Unterwegs fragte er die Jünger: Für
wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes der
Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da
fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm:
Du bist der Messias! Doch er Verbot ihnen über ihn zu sprechen.
(Im
Markusevangelium fehlt das Kirchenstiftungszitat)
Das Lukasevangelium:
„Das
Messiasbekenntnis des Petrus“ (9,18-22)
Jesus betete
einmal in der Einsamkeit und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für
wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer,
andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist
auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus
antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er Verbot ihnen streng, es jemand
weiterzusagen.
(Auch im
Lukasevangelium fehlt das Kirchenstiftungszitat)
Warum fehlt in
den Evangelien nach Markus und Lukas, vor allem im älteren Markusevangelium das
Kirchenstiftungszitat?
Handelt es sich
um einen späteren Einschub?
Jesu
glaube an das nahe Weltende – kontra Kirchenstiftung:
Aus den Evangelien geht eindeutig hervor das Jesus und seine
Jünger an das nahe Weltende glaubten und dies verkündeten!
(Beispielsweise Matth. 24,32-42)
Weshalb
sollte Jesus, der das unmittelbar bevorstehende Weltende verkündete, an den
Aufbau einer weltumspannenden religiösen Institution (Kirche), welche
Jahrtausende überdauern soll, denken?
Eschatologie
und Kirchenstiftung, Die Naherwartung des Endes und die Gründung einer
Jahrtausende überdauernden religiösen Institution (Kirche) schließen einander
grundsätzlich aus!
Das Schweigen Jesu über
Struktur und Aufbau der Kirche:
Warum spricht Jesus nur einmal mit seinen Jüngern bei seiner
Jahrelangen predigenden Missionsarbeit über den Aufbau einer Kirche?
Wäre es Jesu Absicht gewesen eine weltumspannende, religiöse
Institution (Kirche) aufzubauen hätte dieser sicher öfters oder immer mit
seinen Jüngern über den Aufbau oder die Organisation usw. der Kirche gesprochen
und es müsste in allen Evangelien zu lesen sein!
Warum sollte ein antiklerikaler Jesus, der die Verwerflichkeit und
Heuchelei der religiösen Obrigkeit kritisiert, der den Tempel von Geldwechslern
und Händlern reinigt an den Aufbau einer Kirche Denken die ähnlich hierarchisch
und absolutistisch aufgebaut ist?
Jesu
Kirchenstiftung und die Folgen:
Wenn aber Jesus tatsächlich eine religiöse Institution (Kirche)
gewollt hätte, dann hätte Jesus, dem die katholische Kirche Allwissenheit
zuschreibt, die negativen Auswirkungen der Kirchenstiftung erkennen müssen:
-Zwangsmissionierung und Heidenausrottung
-Antisemitismus und Judenverfolgung
-Frauenunterdrückung und Hexenverbrennungen
-Inquisition und Ketzerverfolgung
-Religionskriege und Kirchenspaltungen
-Machtmissbrauch, Korruption, Ausbeutung usw.
Der
antiklerikale Jesus:
Eine weiteres Gegenargument zur mutmaßlichen Kirchenstiftung Jesu
sind die in allen Evangelien geschilderten Auseinandersetzungen mit den Pharisäern,
den Schriftgelehrten und den religiösen Führern der Israeliten, in denen Jesus
beispielsweise die Errichtung von Denkmälern und „Kultstätten“ für die
Propheten scharf kritisiert!
Beispielsweise die Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer
im Matthäusevangelium:
Worte gegen die
Schriftgelehrten und die Pharisäer:
(23,1-39)
Ausschnitt:
(23,29)
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr
errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten
(…)
An dieser Stelle verurteilt Jesus das Errichten von Grabstätten
für Propheten!
Im Grunde macht die Kirche das gleiche, was Jesus an dieser Stelle
verurteilt:
Die Kirche errichtet für die Heiligen und die Märtyrer Grabstätten
und Denkmäler (Kirchen dienen auch als Grabstätten für Bischöfe und
Kirchenfürsten)
Jesus und
die Tempelreinigung:
Tempelreinigung und Kirchenstiftung widersprechen sich
grundsätzlich:
Eine der fundamentalsten Gegenargumente zu Jesu Kirchenstiftung
ist die von allen vier Evangelisten erwähnte Tempelreinigung!
Beispiel: Die Tempelreinigung nach Johannes (2,13-22)
Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem
hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die
Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie
alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Scharfe und Rinder; das Geld der Wechsler
schüttete er aus und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er:
Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle. (…)
Die Betonung in dieser Geschichte liegt bei der Aussage „Haus (Tempel)
meines Vaters“ woraus resultiert, dass auch Jesus als „Sohn Gottes“ den Tempel
von Jerusalem als Gebetsstätte akzeptiert, was der Gründung einer „Kirche“ als
eine vom Jerusalemer Tempel unabhängigen religiösen Kultstätte eindeutig
widerspricht!
Hätte Jesus beabsichtigt, eine eigene religiöse Kultstätte
(Kirche) zu gründen, hätte er auf die radikale Tempelreinigung sicherlich
verzichten können!
Eine
mögliche „Erklärung“ zu Jesu Kirchenstiftung:
Im Lukas- und im Matthäusevangelium findet sich eine ähnliche
Aussage zum im Matthäusevangelium erwähnten Kirchenstiftungszitat:
Vom Haus auf dem Felsen:
Nach
Lukas (6,47-49)
(6,48) Er ist wie ein Mann,
der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen
Felsen stellte.
Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus
prallte, konnte es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.
Nach Matthäus (7,24-27)
(7,24-25)Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie
ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten,
als die Stürme tobten und an das Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein, denn
es war auf Fels gebaut.
Nach Matthäus (zusätzlich)
(16,18) (…) Auf diesem Fels werde ich meine Kirche bauen. (…)
Mögliche Erklärung:
Die Aussagen beider Kapitel deuten auf mögliche Fachkenntnisse
Jesu im Bauberuf (Zimmermann/Handwerker) hin! Möglicherweise arbeitete Jesus
vor seinen Predigerjahren als Tagelöhner als Zimmermann, was damals als
Allgemeinbegriff als Handwerker galt, im Häuserbau und gab daraus resultierende
berufliche Fachkenntnisse an seine Jünger weiter!
Die im Matthäusevangelium erwähnte Aussage „Auf diesem Fels werde
ich meine Kirche bauen“ könnte eine Verfälschung, Veränderung oder ein
Abschreibefehler der im Lukas- und im Matthäusevangelium geschilderten Aussage
„Der Kluge Mann baut sein Haus auf einem Felsen“ darstellen!
Zusammenfassend:
Zusammenfassend werfen die Evangelien eine Reihe von Fragen und
Widersprüche auf, die an einer mutmaßlichen Kirchenstiftung Jesu Zweifel
aufwerfen:
Das mutmaßlichen Kirchenstiftungszitat „Du bist Petrus. Auf diesem
Fels werde ich meine Kirche bauen“ wird im gesamten Neuen Testament nur einmal
erwähnt!
Warum spricht Jesus in seiner ca. drei Jahre anhaltenden
Lehrtätigkeit nur einmal mit seinen
Jüngern über die Kirche?
Hätte Jesus das Ziel gehabt, eine weltumspannende religiöse
Institution (Kirche) zu gründen, hätte er sicher öfters mit seinen Jüngern über
die Kirche gesprochen, beispielsweise über den Aufbau der Kirche, die
Finanzierung, die Theologie, die Hierarchie, die Priester und Bischöfe, die
Gestaltung der Gottesdienste oder über die Form oder Ausstattung der religiösen
Kultstätten!
Das Kirchenstiftungszitat befindet sich im Kapitel „Das
Messiasbekenntnis des Petrus“ im
Matthäusevangelium. (16,13-20) Das gleiche Kapitel erwähnen die Evangelisten
Markus (8,27-30) und Lukas, (9,18-22) bei denen aber das Kirchenstiftungszitat
fehlt!
Warum?
Möglicherweise könnte das Kirchenstiftungszitat dem
Matthäusevangelium später hinzugefügt worden sein!
Ein weiteres Gegenargument zur mutmaßlichen Kirchenstiftung Jesu
sind die in den Evangelien beschriebenen Auseinandersetzungen Jesu mit den
Pharisäern, den Schriftgelehrten und den religiösen Führern der Israeliten, bei
denen Jesus unter anderem die Errichtung von Denkmälern und „Kultstätten“ für
die Propheten scharf kritisiert:
Beispielsweise „Worte gegen die Pharisäer und die
Schriftgelehrten“:
Nach Matthäus: (23,1-39)
(23,29) Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr
Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler
der Gerechten (…)
Auch die in allen Evangelien beschriebene, stark emotional
betriebene Tempelreinigung Jesu stellt einen Widerspruch zur mutmaßlichen
Kirchenstiftung Jesu da:
Warum sollte Jesus mit einer so in allen Evangelien beschriebenen,
radikalen Tempelreinigung (mit Geißel die Geldwechsler und Händler aus dem „Haus
seines Vaters“ hinauswerfend) eine eigene Kirche als religiöse Kultstätte gründen wollen.
Hätte Jesus dies gewollt, hätte er nicht erst den Tempel „Reinigen“ müssen!
Weitere Fragen und Widersprüche zur mutmaßlichen Kirchenstiftung
Jesu:
Die im Matthäusevangelium erwähnte Aussage „Auf diesem Fels werde
ich meine Kirche bauen“ auf welches die Kirche ihre Existenzberechtigung
beruft, könnte eine Veränderung, Verfälschung oder Abweichung des im Lukas- und
im Matthäusevangelium, beiwähnten Zitates „Er ist wie ein Mann der ein Haus auf
Fels baute“
Weshalb sollte Jesus, der das unmittelbar bevorstehende Weltende
verkündete an den Aufbau einer Weltumspannenden Religionsgemeinschaft (Kirche),
welche Jahrtausende überdauern sollte denken?
3.Die Widersprüche des
Verrats durch Judas:
Was
wurde über Jesus verraten?
(Religiöse
Geheimnisse – oder möglicherweise politische Aktivitäten?)
Bei Matthäus:
Tag für Tag saß ich bei euch im Tempel und lehrte und ihr habt
mich nicht verhaftet
Bei Markus:
Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte und ihr habt
mich nicht verhaftet
Bei Lukas:
Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte und ihr habt es
nicht gewagt gegen mich vorzugehen.
Bei Johannes (Das Verhör vor Hannas 18,12-27)
(18,19-20) Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und
über seine Lehre. Jesus antworte ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen.
Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden
zusammenkommen. Nichts habe ich in geheimen gesprochen.
Zusammenfassend:
Nach Jesu Selbstaussage Predigt und Lehrt er Jahrelang unbehelligt
von den Hohepriestern und Schriftgelehrten in den Tempeln und Synagogen!
Eine gegenteilige Aussage stellen die Aufforderungen Jesu an die
Jünger oder auch an die Geheilten da, dass Geheimnis seiner Person zu
verschweigen:
Beispielsweise das Kapitel „Das Messiasbekenntnis des Petrus“:
(Matth.16,13-20)
(16,15-16) Da sagte er (Jesus) zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet
ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebenden
Gottes!
(16,20) Dann befahl er (Jesus) den Jüngern, niemand zu sagen, dass
er der Messias sei!
Beispielsweise das Kapitel „Die Heilung von zwei Blinden“
(Matth.9.27-31)
(9-27-30) Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und
schrien: Hab Erbarmen mit uns Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war,
kamen die Blinden zu ihm. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr
geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber
befahl ihnen: Nehmt euch in acht! Niemand darf es erfahren.
Warum befiehlt Jesus seinen Jüngern und geheilten zu schweigen,
dass er der Messias ist?
Gleichzeitig behauptet Jesus (beim Verhör vor Hannas) nichts vor
der Öffentlichkeit verschwiegen zu haben!
Eines Tages jedoch wird Jesus durch Judas an die Hohepriester
„verraten“!
Was hat Judas „verraten“? Wenn Jesus nach dessen Selbstaussage Tag
für Tag in den Tempeln und Synagogen, ohne Geheimnisse zu verschweigen (dass er
der Messias ist) lehrte und predigte, hätten die Hohepriester ihn doch
jederzeit festsetzen und ihn (als Gotteslästerer, weil er sich als Messias
bezeichnete) hinrichten (steinigen) können!
Daraus resultierend scheinen religiöse Geheimnisse nicht
zuzutreffen!
Wurden
politische Geheimnisse über Jesus „verraten“
Im Kapitel „Die Auslieferung an Pilatus“ (Lukas 23,1-5) heißt es:
(23,2) Dort brachten sie ihre Anklage gegen ihn vor; sie sagten:
Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unsere Volk verführt, es davon
abhält, dem Kaiser Steuern zu zahlen (…)
War Jesus
Mitglied, oder hatte Jesus Kontakt zu politischen (nationalen)
Widerstandsgruppen?
Einen Hinweis auf diese Theorie zeigt die in allen vier Evangelien
beschriebene Gefangennahme:
Beispielsweise die Verhaftung nach Johannes (18,1-11)
(18,10) Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es,
schlug nach dem Diener des Hohenpriester und hieb ihm das rechte Ohr ab; der
Diener hieß Malchus.
Die Aussage aller vier Evangelisten deuten auf eine Bewaffnung,
zumindest der Begleiter Jesu hin!
Die
Kreuzigung Jesu:
Die Kreuzigung war im römischen Reich eine Hinrichtungsart für
politische Aufwiegler. Die Hinrichtung
Jesu durch Kreuzigung deutet auf einen politischen Aufwiegler hin!
Währe Jesus ein religiöser Aufwiegler oder Sektierer oder
Gotteslästerer gewesen, hätten ihn die Hohepriester und die religiösen Führer
der Israeliten sicherlich gesteinigt!
4.Sonstige Widersprüche
des Christentums:
Gab es einen
historischen Jesus überhaupt?
Außerevangelische Quellen oder Aufzeichnungen existieren nicht!
Ein charismatischer Wanderprediger müsste auch anderen Zeitzeugen
aufgefallen sein!
Die Evangelisten waren keine Zeitzeugen Jesus!
Die Geschichten über Jesus (Welche die Evangelien schildern)
wurden zuerst mündlich weitergegeben und erst später aufgeschrieben!
Die Evangelien entstanden etwa fünfzig bis hundert Jahre nach Jesu
mutmaßlichem Tod. In diesem Zeitraum wurden die Überlieferungen mündlich
weitergegeben. Dass die Geschichten über Leben und Wunderheilungen Jesus in das
Phantastische gesteigert werden, muss angenommen werden!
Warum gibt es
keine Eigenschriften eines historischen Jesus?
Mögliche Antworten:
Ein historischer Jesus hat nie gelebt, hat nie existiert. Die
Geschichten über Jesus sind frei erfunden.
Es könnte sich nur um Abhandlungen älterer Göttergeschichten und
Mysterien handeln.
Jesus war Analphabet.
Dies aber steht im Widerspruch zum Christlichen Glauben, der
besagt, das Jesus der „Sohn Gottes“ sei.
Als „Sohn Gottes“ müsste Jesus die Fähigkeit gehabt haben, in
allen Sprachen der Welt schreiben zu können.
Jesus existierte tatsächlich, dachte aber weder an die Gründung
einer Kirche oder gar Weltreligion (Christentum)
Das fehlen von Eigenschriften könnte eine Bestätigung dieser
Theorie sein.
