KRITISCHE SCHRIFTEN DES NEUEN TESTAMENTS:

 

 

Kreuzzüge/Schwertmission/Inquisition/Hexenverbrennung/Bekämpfung von Irrlehrern und Ungläubigen – Missbrauch der Religion?

Oder lässt sich religiös motivierte Gewalt aus dem Neuen Testament rechtfertigen?

 

 

Vorwort/Zusammenfassung der kritischen Schriften des Neuen Testaments:

 

Entgegen der Dogmatik der christlichen Theologie, des zur bedingungslosen Toleranz, Feindes- und Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit und Pazifismus predigenden Religionsstifters (Christus) stehen im Neuen Testament Aussagen, Textpassaschen und Schriften entgegen, die der allgemeinen Lehrmeinung der christlichen Theologie widersprechen:

 

 

Die kritischen Schriften des Neuen Testaments lassen sich zusammenfassend in mehrere Kernbereiche unterteilen:

 

 

Die Judenfeindlichkeit des Neuen Testaments:

 

Bereits Johannes der Täufer droht dem jüdischen Volk das kommende Gericht und die „Feuertaufe“ durch Jesus an und bezeichnet das jüdische Volk als „Nattern und Schlangenbrut“

 

In den Evangelien führt Jesus Streitgespräche mit den religiösen Führern des jüdischen Volkes (Schriftgelehrten) bezeichnet sie als „Nattern und Schlangenbrut“, als „Söhne der Prophetenmörder und kündigt ihnen die „Blutrache“ an.

 

In den Evangelien bezeichnet Jesus das jüdische Volk als „Hartherzig, Verstockt und bezeichnet die Juden als Unrein“

 

Im Johannesevangelium bezichtigt Jesus den Juden der Abstammung vom Teufel und verflucht das jüdische Volk. Nach der vom Religionsstifter geforderten, gescheiterten Judenmission und weil sie die Christengemeinden Anfeinden und Verfolgen, werden die Juden endgültig Dämonisiert („Synagoge Satans“ Johannes-Offenbarung)

 

Das Neue Testament bezeichnet die Juden als „Feinde Gottes“ und als „Feinde aller Menschen“

 

Mehrere Stellen des Neuen Testaments drohen den Juden, die sich nicht zu Christus bekehren mit der Verbrennung im Feuer.

Ferner deuten mehrere Stellen des Neuen Testaments bei seiner mutmaßlichen Wiederkehr, möglicherweise die Juden, die sich nicht bekehrten und ihn (Das Kreuz) anbeten mit der Verbrennung im Ofen

(siehe Kap. „Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“ Matth.13,36-43)

(siehe Kap. „Vom Weltgericht“ Math.25,31-46)

 

Im Neuen Testament wird das Verbrechen der Kreuzigung Christi von den Schriftgelehrten und den Hohenpriestern systematisch auf das ganze jüdische Volk abgewälzt

(Apostelgeschichte)

 

Fazit:

 

Der klassische europäische Antisemitismus basiert tief verwurzelt im Christentum, denn nahezu alle gängigen Klischees, Vorwürfe und Vorurteile basieren auf den Behauptungen des neuen Testaments:

 

Gottes- und Christusmördervorwurf/Dämonisierung der Juden/Vorwurf der „Unreinheit und Untreue“/Verschwörungsvorwürfe u.a.

 

Der Christusmördervorwurf:

 

Der Christusmördervorwurf zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums bzw. der Kirche. Die Legende von der Schuld der Juden am Kreuzestod Christi führte durch die Jahrhunderte zu Anfeindungen, Verfolgungen und Pogrome gegen die Juden und hielt sich bis in den Nationalsozialismus!

 

 

Religiöse Intoleranz/Ungläubigen - (Atheisten) Heidenfeindlichkeit:

 

Grundsätzlich gehen im Neuen Testament alle zugrunde bzw. in das Verderben, die sich nicht zu Christus bekehren und dem Evangelium nicht gehorchen (Juden/Heiden/Atheisten) bzw. droht das Strafgericht Gottes und die Vernichtung im Feuer.

(Der zornige Rachegott des Alten Testaments taucht im Neuen Testament ebenfalls wieder auf)

 

Im Neuen Testament droht Jesus allen Städten, die sich nicht zu ihm bekehren, mit einem Strafgericht, schlimmer bei Sodom und Gomorra.

 

Grundsätzlich wird im Neuen Testament niemandem Vergeben, der den Heiligen Geist lästert (In den Paulinischen Briefen droht auch allen, die den Sohn Gottes lästern, die Vernichtung im Feuer)

 

Im Neuen Testament verdienen alle Tod, die Tiere d.h. die Natur anbeten. (Naturreligionen)

 

Fazit:

 

Dadurch konnte sich das Christentum die (gewaltsame) Vernichtung der Naturreligionen (Heidentum) bei Germanen, Kelten, Slawen oder bei den Ureinwohnern Amerikas, Afrikas und Australiens religiös rechtfertigen.

 

 

Bekämpfung der Irrlehrer:

 

Das Neue Testament fordert die Christen dazu auf, die Irrlehrer anderer Religionen, Götterkulte oder Glaubensrichtungen zu Bekämpfen. Zusammen mit dem Erfüllungsauftrag Christi (siehe Kap. „Vom Gesetz und von den Propheten“ Matth.5,17-20) und den Gesetzbüchern Moses konnte sich das Christentum, beispielsweise die kirchliche Inquisition die gewaltsame Vernichtung anderer Religionen und Götterkulte (Heidenvernichtung oder Hexenverbrennung) oder auch die Zerstörung heidnischer Kultstätten, beispielsweise heilige Bäume bei den Germanen oder auch die Verfolgung innerkirchlicher Glaubensabweichler (Häresie) religiös rechtfertigen.

 

 

Schwertmission/Kreuzzüge:

 

Im Matthäusevangelium (siehe Kap. „Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis 10,16-39) kommt Jesus auf die Erde um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

 

Die Kapitel über die Gefangennahme Jesu deuten auf eine Bewaffnung, zumindest der Begleiter Jesu hin.

 

Das neue Testament fordert die Christen dazu auf, das Evangelium mit dem Schwert zu verteidigen.

(siehe Kap. „Aufruf zum Kampf“ Eph.6-10-20)

 

 

Zusammenfassend:

 

Das Christentum übernahm von den Juden das Alte Testament als Heilige Schrift. Basierend auf dem Erfüllungsauftrag Christi (Matth.5,17-20) zusammen mit den Strafandrohungen im Neuen Testament gegen andere Religionen und gegen alle die sich nicht zu Christus bekehren oder dem Evangelium nicht gehorchen, konnte sich das Christentum, beispielsweise die kirchliche Inquisition die gewaltsame Vernichtung anderer Religionen (Juden/Heiden/Moslems/Atheisten) oder anderer Götterkulte (Hexenkulte) die Vernichtung der Kultstätten anderer Religionen oder die Verfolgung innerkirchlicher Glaubensabweichler (Häretiker) religiös rechtfertigen.

 

 

Kritische Schriften des neuen Testaments:

 

Inhalt:

 

Das Matthäusevangelium:

 

1.Johannes der Täufer

2.Die Seligpreisungen

3.Vom Gesetz und den Propheten

4.Vom Töten und von der Versöhnung

5.Vom Ehebruch

6.Vom Almosen

7.Vom Beten- Das Vaterunser

8.Von der Entweihung des Heiligen

9.Von den falschen Propheten

10.Anweisung für die Mission

11.Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis

12.Vom Gericht über die galiläischen Städte

13.Verteidigungsrede Jesu

14.Die Verweigerung eines Zeichens

15.Von den wahren Verwandten Jesu

16.Sinn und Zweck der Gleichnisse

17.Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut

18.Das Gleichnis vom Fischnetz

19.Von Reinheit und Unreinheit

20.Die Verweigerung eines Zeichens

21.Warnung vor den Pharisäern und Sadduzäern

22.Von Nachfolge und Selbstverleugnung

23.Die Heilung eines mondsüchtigen Jungen

24.Warnung vor der Verführung und der Verachtung von Jüngern

25.Das Gleichnis von den bösen Winzern

26.Die Frage nach dem Messias

27.Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer

28.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

29.Vom Anfang der Not

30.Vom Höhepunkt der Not

31.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht

32.Vom Weltgericht

33.Der Gang zum Ölberg

34.Die Gefangennahme

35.Die Verhandlung vor Pilatus

36.Der Auftrag des Auferstandenen

 

 

Das Markusevangelium:

 

1.Verteidigungsrede Jesu

2.Sinn und Zweck der Gleichnisse

3.Die Heilung des Besessenen von Gerasa

4.Von Reinheit und Unreinheit

5.Von Nachfolge und Selbstverleugnung

6.Die Heilung eines besessenen Jungen

7.Warnung vor der Verführung

8.Die Frage nach dem Messias

9.Worte gegen die Schriftgelehrten

10.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

11.Vom Anfang der Not

12.Vom Höhepunkt der Not

13.Die Erscheinung des Auferstandenen

 

 

Das Lukasevangelium:

 

1.Johannes der Täufer

2.Seligpreisungen und Weherufe

3.Das Urteil Jesu über den Täufer

4.Die Heilung eines Besessenen in Gerasa

5.Die Heilung eines besessenen Jungen

6.Von der Nachfolge

7.Die Aussendung der 72.Jünger

8.Der Lohn der Jünger

9.Verteidigungsrede Jesu

10.Die Verweigerung eines Zeichens

11.Worte gegen die Pharisäer und die Schriftgelehrten

12.Warnung vor der Heuchelei der Pharisäer

13.Aufforderung zum furchtlosen Bekenntnis

14.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht

15.Von Frieden und Zwietracht

16.Mahnung zur Umkehr

17.Der Abschied aus Galiläa

18.Warnung vor der Verführung

19.Vom Kommen des Menschensohns

20.Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

21.Die Ankündigung zur Zerstörung Jerusalems

22.Worte gegen die Schriftgelehrten

23.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

24.Vom Anfang der Not

25.Vom Gericht über Jerusalem

26.Vom Herrschen und vom Dienen

27.Die Stunde der Entscheidung

28.Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus

 

 

Das Johannesevangelium:

 

1.Der Prolog

2.Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel

3.Das Ziel der Sendung Jesu

4.Der Täufer und der Messias

5.Die Heilung eines Gelähmten am Sabbat in Jerusalem

6.Jesu Flucht vor der Öffentlichkeit

7.Der Streit im Hohen Rat um Jesus

8.Jesu Selbstzeugnis

9.Die wahren Kinder Abrahams

10.Das Eingreifen der Pharisäer

11.Jesu Selbstoffenbarung vor dem Geheilten

12.Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben und Räubern

13.Das Streitgespräch beim Tempelweihfest

14.Die letzte öffentliche Rede Jesu – Die Stunde der Entscheidung

15.Jesu Urteil über den Unglauben der Juden

16.Aufforderung zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben

17.Der Hass der Welt gegen die Jünger

 

 

Die Apostelgeschichte:

 

1.Die Pfingstpredigt des Petrus

2.Die Rede des Petrus auf dem Tempelplatz

3.Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat

4.Die Apostel vor dem Hohen Rat

5.Die Rede des Stephanus

6.Die Taufe des Kornelius

7.Von Antiochia über Zypern bis Perge

8.Das Wirken des Barnabas und des Paulus in Antiochia in Pisidien

9.In Ikonion, Lystra und Derbe

10.Paulus in Korinth

11.Die Verschwörung der Juden gegen Paulus

12.Ankunft und Wirken des Völkerapostels in Rom

 

 

DIE PAULINISCHEN BRIEFE:

 

Der Brief an die Römer:

 

1.Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit des Menschen

2.Der Mensch vor Gottes Gericht

3.Die Heiden und das Gesetz

4.Die Juden und das Gesetz

5.Gottes Treue angesichts der Sünde des Menschen

6.Israels falscher Eifer für Gott

7.Israels Ungehorsam

8.Der erwählte Rest und das verblendete Volk

9.Das Bild vom Ölbaum

10.Die Errettung ganz Israels

11.Auffordserung zu einem Leben aus dem Geist

12.Der Christ und die staatliche Ordnung

13.Aufruf zur Einmütigkeit in der Gemeinde

 

 

Der erste Korintherbrief:

 

1.Die Botschaft vom Kreuz

2.Paulus,Verkünder der Weisheit Gottes

3.Ein Fall von Blutschande

4.Die christliche Ehe

5.Die Freiheit des Christen

6.Über Götzendienst und Götzenopfermahl

7.Über das Verhalten der Frau im Gottesdienst

8.Die rechte Einheit und Ordnung im Gottesdienst

9.Die Auferweckung Christi und das Heil

10.Letzte Mahnung und Grüße

 

 

Der zweite Korintherbrief:

 

1.Das Wirken des Apostels als Siegeszug Christi

2.Dienst am Buchstaben und Dienst im Geist

3.Werbung und Mahnung

4.Die Vorwürfe der Gegner

 

 

Der Galaterbrief:

 

1.Der Anlass des Briefes

2.Glaube und Gottessohnschaft

3.Warnung vor Rückfall in die alte Knechtschaft

4.Freiheit oder Knechtschaft

5.Schlusswort und Segenswunsch

 

 

Der Epheserbrief:

 

1.Gebet und Erkenntnis der Hoheit Christi

2.Der alte und der neue Mensch

3.Aus der Finsternis zum Licht

4.Über die christliche Familienordnung

5.Aufruf zum Kampf

 

 

Der Philipperbrief:

 

1.Aufruf zur Eintracht

2.Standhaftigkeit im Glauben

3.Sehnsucht nach voller Gemeinschaft mit Christus

 

 

Der Kolosserbrief:

 

1.Warnung vor Irrlehrern

2.Der alte und der neue Mensch

3.Christliche Hausordnung

 

 

Der erste Thessalonicherbrief:

 

1.Die Thessalonicher – ein Vorbild für die Heidenchristen

2.Die Aufnahme des Evangeliums durch die Gemeinde

3.Aufforderung zur Heiligung des Lebens

4.Aufforderung für die Bereitschaft für den Tag des Herrn

 

 

Der zweite Thessalonicherbrief:

 

1.Die Bedrängnis der Thessalonicher und das gerechte Gericht Gottes

 

 

DIE PASTORALBRIEFE:

 

Der erste Timotheusbrief:

 

1.Die Bedeutung des Gesetzes

2.Männer und Frauen

3.Die rechte Wertordnung

4.Wort an die Sklaven

 

 

Der zweite Timotheusbrief:

 

1.Selbstloser Dienst für Christus

2.Das rechte Verhalten gegenüber den Irrlehrern

3.Aufruf zu unerschrockenem Einsatz

 

 

Der Titusbrief:

 

1.Bekämpfung der Irrlehrer

2.Anweisungen für die einzelnen Stände

3.Erneute Warnung vor Irrlehrern

 

 

Der Hebräerbrief:

 

1.Gottes Zeugnis für den Sohn

2.Die Erniedrigung und Erhöhung des Sohnes

3.Gottes Wort als Gericht

4.Gottes Wort als Verheißung

5.Die schwache Gemeinde

6.Christus, der Mittler des Neuen Bundes

7.Das einmalige Opfer Christi

8.Die endgültige Versöhnung mit Gott

9.Warnung vor dem Abfall

10.Die Züchtigung als Zeichen Väterlicher Liebe

11.Die rechte Furcht vor Gott

 

 

Der erste Petrusbrief:

 

1.Jesus Christus, der lebendige Stein

2.Die Sklaven in der Nachfolge Christi

3.Frauen und Männer in der Ehe

4.Aufruf zur Eintracht

 

 

Der zweite Petrusbrief:

 

1.Das Auftreten falscher Lehrer

2.Das drohende Gericht über die Irrlehrer

3.Der Weg der Irrlehrer

4.Die Gewissheit der Ankunft

5.Die Verzögerung der Ankunft

 

 

Der erste Johannesbrief:

 

1.Christ und Welt

2.Der Glaube als Sieg über die Welt

 

 

Der Judasbrief:

 

1.Das Auftreten falscher Lehrer

2.Das drohende Gericht über die Irrlehrer

3.Der Weg der Irrlehrer

 

 

Die Johannes-Offenbarung:

 

Das Tier das ins Verderben geht

Die Synagoge Satans

Die Hure Babylon

 

 

DAS MATTHÄUSEVANGELIUM:

 

Kritische Schriften des Matthäusevangeliums:

 

Inhalt:

 

1.Johannes der Täufer

2.Die Seligpreisungen

3.Vom Gesetz und den Propheten

4.Vom Töten und von der Versöhnung

5.Vom Ehebruch

6.Vom Almosen

7.Vom Beten – Das Vaterunser

8.Von der Entweihung des Heiligen

9.Von den falschen Propheten

10.Anweisung für die Mission

11.Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis

12.Vom Gericht über die galiläischen Städte

13.Verteidigungsrede Jesu

14.Die Verweigerung eines Zeichens

15.Von den wahren Verwandten Jesu

16.Sinn und Zweck der Gleichnisse

17.Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut

18.Das Gleichnis vom Fischnetz

19.Von Reinheit und Unreinheit

20.Die Verweigerung eines Zeichens

21.Warnung vor den Pharisäern und Sadduzäern

22.Von Nachfolge und Selbstverleugnung

23.Die Heilung eines mondsüchtigen Jungen

24.Warnung vor der Verführung und Verachtung von Jüngern

25.Das Gleichnis von den bösen Winzern

26.Die Frage nach dem Messias

27.Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer

28.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

29.Vom Anfang der Not

30.Vom Höhepunkt der Not

31.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht

32.Vom Weltgericht

33.Der Gang zum Ölberg

34.Die Gefangennahme

35.Die Verhandlung vor Pilatus

36.Der Auftrag des Auferstandenen

 

 

Zusammenfassende Gesamtanalyse der kritischen Schriften des Matthäusevangeliums:

 

Kernaussage des Matthäusevangeliums:

 

An der Stelle Israels ist nun die Kirche getreten als das wahre Volk Gottes aufgebaut auf dem Fels Petrus.

Die Darstellung des Evangelisten ist von der Absicht geprägt, Jesus als den Erben Abrahams zu erweisen, der von Anfang an von den religiösen Führern seines Volkes abgelehnt und verfolgt wurde.

 

Fazit:

 

Das Matthäusevangelium bezeichnet die Kirche bereits als das wahre, neue Volk Gottes, zusätzlich betont das Matthäusevangelium das Jesus von Anfang an von den religiösen Führern des Volkes abgelehnt und verfolgt wurde.

 

An diesem Beispiel zeigt sich wie der alttestamentarische Mythos vom „wahren bzw. auserwählten Volk Gottes“ im Neuen Testament durch das Christentum übernommen wurde. Dies zeigt sich u.a. bei den Puritanerchristen die sich während der Reformation vom Katholizismus abspalteten, nach Amerika flohen, (Pilgerväter) diese sahen in der Neuen Welt ihr Kanaan und bezeichneten sich als das „auserwählte wahre Volk Gottes“! Dieser Mythos begründet die religiösen Wurzeln der USA, dies bestimmt u.a. das Denken und Handeln des jetzigen gottgläubigen, christlichen Präsidenten der USA (George W. Bush)

 

Der Erfüllungsauftrag Christi:

 

Gemäß der Aussage des Matthäusevangeliums (siehe Kap. „Vom Gesetz und von den Propheten“ 5,17-20) kommt Jesus auf die Erde, um das Gesetz der Propheten zu Erfüllen. Basieren auf den Erfüllungsauftrag Christi (Die Gesetzbücher Moses in denen beispielsweise die Tötung von Hexen und Wahrsagern gefordert wird) konnte sich das Christentum, beispielsweise die kirchliche Inquisition die gewaltsame Vernichtung anderer Religionen oder Götterkulte  (Heidenvernichtung oder Hexenverbrennung) oder die Vernichtung heidnischer Kultstätten (beispielsweise die heiligen Bäume bei den Germanen) religiös rechtfertigen.

 

Christliche (religiöse) Intoleranz:

 

Im Matthäusevangelium kommt Jesus auf die Welt nicht um den Frieden zu bringen sondern das Schwert.

(siehe Kap. „Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis“ 10,16-39)

 

Aus dieser Aussage konnte und kann sich das Christentum bzw. die Kirche, stellvertretend im Namen Christi Schwertmissionen, Kreuzzüge oder gewaltsame Bekehrungen von Heiden religiös rechtfertigen!

 

Im Matthäusevangelium droht Jesus allen Häusern und Städten, die die Apostel nicht aufnehmen und hören wollen, bzw. die sich nicht bekehren wollen, ein Strafgericht schlimmer als bei Sodom und Gomorra an!

(siehe Kap. „Anweisung für die Mission“ 10,5-15)

 

Judenfeindlichkeit:

 

Im Matthäusevangelium bezeichnet Johannes der Täufer die Pharisäer und die Schriftgelehrten als „Schlangenbrut“ und droht ihnen die „Feuertaufe“ und das kommende Gericht durch Christus an!

(siehe Kap. „Johannes der Täufer“ 3,1-12)

 

Im Matthäusevangelium wird niemandem vergeben (auch nicht den Juden) die den Heiligen Geist lästern!

(siehe Kap. „Verteidigungsrede Jesu“)

 

Mehrere Kapitel des Matthäusevangeliums deuten darauf hin, dass Christus bei seiner Wiederkehr, durch seine Engel in seinem Reich alle zusammenholen wird, die Gottes Gesetze übertreten haben (Möglicherweise die Juden, denen im Neuen Testament die Übertretung der Gesetze Gottes vorgeworfen wird) und sie in den Ofen wirft, indem das Feuer brennt!

(siehe Kap. „Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“ 13,36-43)

(siehe Kap. „Das Gleichnis vom Fischnetz“ 13,47-50)

(siehe Kap. „Vom Weltgericht“ 23,31-46)

 

Im Neuen Testament wirft Jesus den (jüdischen) Schriftgelehrten und den Pharisäern den Tod der Propheten vor, bezeichnet Jesus die (jüdischen) Schriftgelehrten und die Pharisäer als „Söhne der Prophetenmörder“, als „Nattern und Schlangenbrut“ droht ihnen das „Strafgericht der Hölle“ und die „Blutrache“ an!

(siehe Kap. „Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer“ 23,1-39)

 

Im Matthäusevangelium kündigt Jesus den Hohenpriestern und den Pharisäern die Wegnahme des Gottesreiches an!

(siehe Kap. „Das Gleichnis von den bösen Winzern“ 21,33-46)

 

Das Matthäusevangelium verurteilt die Juden zur „Blutschuld“ am Kreuzestod Christi!

(siehe Kap. „Die Verhandlung vor Pilatus“ 27,11-26)

 

In der Selbstverurteilung der Juden an der „Blutschuld“ am Kreuzestod Christi in der Matthäuspassion findet sich einer der Wurzeln des christlichen Antijudaismus/Antisemitismus:

 

Im Mittelalter kam es oft nach Passionsspielen oder in der Karwoche zu verheerenden Judenpogromen und Judenverfolgungen, wobei sich die Christen durch die „Selbstverurteilung zur Blutschuld“ der Juden am Kreuzestod Christi religiös rechtfertigten!

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Johannes der Täufer:

(3,1-12)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Johannes der Täufer die Pharisäer und Sadduzäer  als „Schlangenbrut“!

 

In diesem Kapitel kündigt Johannes der Täufer den Pharisäern und Sadduzäern die „Feuertaufe“ durch den Heiligen Geist an!

 

In diesem Kapitel droht Johannes der Täufer den Pharisäern und Sadduzäern durch Jesus das Gericht und die „Verbrennung im nie erlöschendem Feuer“ an.

 

Mögliche Aussage dieses Kapitels:

 

Diejenigen, die sich zu Christus bekehren (Der Weizen) bringt er in seine Scheune (In die Kirche?) die Spreu aber (möglicherweise die ungläubigen Juden?) wird er (Jesus, möglicherweise bei seiner Wiederkehr?) im nie erlöschenden Feuer verbrennen!

 

 

Bibeltext:

 

(3,5) Die Leute aus Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm (Johannes der Täufer) hinaus und ließen sich von ihm im Jordan Taufen.

 

(3,7) Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch den gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?

 

(3,11) Ich (Johannes der Täufer) taufe euch nur mit Wasser. Der aber, der nach mir kommt (Jesus?) ist stärker als ich. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

 

(3,12) Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; Die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

 

 

2.Die Seligpreisungen: (Bergpredigt)

(5,3-12)

 

Kritische Analyse der Bergpredigt:

 

Bereits in der Bergpredigt zeigen sich judenfeindliche Tendenzen:

 

In der Bergpredigt behauptet Jesus:

Selig seid ihr, wenn ihr (Christen) um meinetwillen, verfolgt, beschimpft und verleumdet werdet (möglicherweise von den Juden, die Jesus im Johannesevangelium ständig verfolgen, beschimpfen und töten wollen) denn so wurden schon die Propheten verfolgt!

 

In der Bergpredigt wirft Jesus den Juden die Verfolgung der Propheten vor!

 

 

Bibeltext:

 

(5,11-12) Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

 

 

3.Vom Gesetz und den Propheten:

(5,17-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels kommt Jesus auf die Erde, nicht um die Gesetze (Die Gesetzbücher Moses) und die Propheten aufzuheben sondern zu erfüllen!

 

Basierend auf dem Erfüllungsauftrag konnte sich das Christentum bzw. die Kirche, stellvertretend im Namen Christi, die Zerstörung fremder Kultstätten, die gewaltsame Vernichtung von Naturreligionen und Heiden, von Hexen (Hexenverbrennungen) oder anderer Religionen und Kulturen und die Verfolgung von Glaubensabweichlern, (Häretikern) beispielsweise durch die kirchliche Inquisition religiös rechtfertigen!

 

(Die Gesetzbücher Moses – siehe Kapitel: „Die religiöse Intoleranz der Bibel“)

 

In diesem Kapitel wirft Jesus den (jüdischen) Schriftgelehrten und den Pharisäern „Ungerechtigkeit“ vor!

 

In diesem Kapitel „verwehrt“ Jesus den Pharisäern und den Schriftgelehrten das Himmelreich!

 

 

Bibeltext:

 

(5,17) Denkt nicht, ich (Jesus) sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich (Jesus) bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. (Das Gesetz der alten Propheten z.B. die Gesetzbücher Moses)

 

(5,20) Darum sage ich euch:

Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

 

 

4.Vom Töten und der Versöhnung:

(5,21-26)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel verfällt jeder, der seinen Bruder als „Gottlosen Narr“ bezeichnet, dem Feuer der Hölle!

 

 

Bibeltext:

 

(5,22) Ich Jesus aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein und wer zu seinem Bruder sagt, du Dummkopf, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

 

 

5.Vom Ehebruch:

(5,27-30)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Höllendrohung/Drohbotschaft

 

Das neutestamentarische Dogma des Ehebruchs ist noch Intoleranter als das alttestamentarische Gesetz:

Im Neuen Testament ist bereits der Anblick oder Flirt mit einer anderen Frau Ehebruch!

 

Zusätzlich regt dieses Kapitel zur religiös motivierten Selbstgeißelung oder Selbstverstümmelung an!

 

 

Bibeltext:

 

(5,27-28) Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

 

(5,29) Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als das dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

 

(5,30) Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

 

 

6.Vom Almosen:

(6,1-4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

Dieses Kapitel bezeichnet alle (Juden) die in Synagogen beten, als Heuchler!

 

 

Bibeltext:

 

(6,2) Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herausposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen tun.

 

 

7.Vom Beten – Das Vaterunser:

(6,5-15)

 

Kritische Analyse des Vaterunsers:

 

Das Vaterunser ist ein Gebet das das Kommen des Gottesreiches ersehnt. Dies führte und führt in der Vergangenheit bis heute zu religiös motivierter Gewalt, wenn Herrscher, Könige, religiös motivierter Machthaber oder Politiker, Religionsgemeinschaften oder Fundamentalisten den Gottesstaat mit Feuer und Schwert erzwingen wollen.

 

Beispielsweise legt sich der christliche US-Präsident George W. Bush das Vaterunser so aus:

 

Vater unser im Himmel (…) Dein (Gottes) Reich komme (Die christliche Rechte in den USA erstrebt einen christlichen Gottesstaat) (…) Und erlöse uns von der (Achse) des Bösen…

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Juden, die in den Synagogen beten, als „Heuchler“!

 

 

Bibeltext:

 

(6,5) Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen, damit sie von den Leuten gesehen werden.

 

(6,7) Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.

 

Das Vaterunser (ökumenische Liturgie):

 

Vater unser im Himmel, Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe (…) und erlöse uns von dem Bösen.

 

 

8.Von der Entweihung des Heiligen:

(7,6)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Tierfeindlich!

 

 

Bibeltext:

 

(7,6) Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

 

 

9.Von den falschen Propheten:

(7,15-23)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Naturfeindlich/Widernatürliche Irrlehre:

 

Es gibt keine guten oder schlechten Bäume – alle Baumarten haben in der Natur ihre Funktion und ihren Nutzen!

 

 

Bibeltext:

 

(7,18-19) Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine Guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

 

 

10.Anweisung für die Mission:

(10,5-15)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Strafandrohung:

 

In diesem Kapitel droht Jesus jenen Häusern und Städten ein schlimmeres Strafgericht als bei Sodom und Gomorra an, welche die Christenmissionare nicht aufnehmen oder hören wollen!

 

Die Aussage dieses Kapitels widerspricht dem christlichen Dogma der bedingungslosen Feindesliebe und Gewaltlosigkeit Jesu!

 

Dieses Kapitel verbietet die Heidenmission!

 

 

Bibeltext:

 

(10,5-6) Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen:

Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen Israels.

 

(10,14-15) Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt oder eure Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen. Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

 

 

11.Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis:

(10,1-4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels kommt Jesus nicht auf die Erde um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert!

 

Aus dieser Aussage konnte und kann sich das Christentum bzw. die Kirche, stellvertretend im Namen Christi Schwertmissionen, Kreuzzüge oder gewaltsame Bekehrungen von Heiden religiös rechtfertigen!

(siehe Kap. „Aufruf zum Kampf“ Eph.6,10-20)

 

Beispielsweise kann sich durch diese Aussage der US-Präsident (Als „wiedergeborener Christ“) die „Kreuzzüge gegen die Achse des Bösen“ religiös rechtfertigen!

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel warnt Jesus seine Jünger vor den Juden und kündigt seinen Anhängern (Den Christen) die Verfolgung durch die Juden an!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus alle (Juden) die ihm nicht nachfolgen bzw. sich bekehren als „Unwürdig“!

 

 

Bibeltext:

 

(10,17) Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen.

 

(10,34) Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

 

(10,35-36) Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Haugenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.

 

(10,37) Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn und Tochter mehr Liebt, als mich, ist meiner nicht würdig.

 

(10,38) Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

 

 

12.Vom Gericht über die galiläischen Städte:

(11,20-24)

 

Kritische Analyse dieses Strafgerichtes:

 

Christliche Intoleranz/Strafandrohung:

 

In diesem Kapitel macht Jesus den Städten Vorwürfe, die sich nicht bekehren wollen und droht diesen ein Strafgericht schlimmer als bei Sodom an!

 

 

Bibeltext:

 

(11,20) Dann begann er (Jesus) den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten:

 

(11,21) Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort mit Sack und Asche Buße getan.

 

(11,22) Ja, das sage ich euch: Tyros und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch.

 

(11,23) Und du, Kafanaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel gehoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.

 

(11,24) Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.

 

 

13.Verteidungsrede Jesu:

(12,22-37)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Pharisäer als „Schlangenbrut“!

 

In diesem Kapitel wird niemandem vergeben, der den Heiligen Geist lästert!

 

Christliche Intoleranz:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels ist jeder, der nicht für Christus ist, gegen ihn!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels geht jedes in sich gespaltene Reich zugrunde!

 

Aus diesem Kapitel übernahm der gläubige US-Präsident George W. Bush seine Rhetorik nach den Terroranschlägen von New York!

(Wer nicht für die USA ist, ist gegen die USA)

 

 

Bibeltext:

 

(12,25) Doch Jesus wusste was sie dachten und sagte zu ihnen:

Jedes Reich, das in sich gespalten ist, geht zugrunde und keine Stadt und keine Familie, die in sich gespalten ist, wird Bestand haben.

 

Jesus sagte zu den Pharisäern:

(12,30) Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht für mich sammelt, der zerstreut.

 

(12,31) Darum sage ich (Jesus) euch: Jede Sünde und Lästerung wird dem Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist werden nicht vergeben.

 

(12,32) Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.

 

(12,34) Ihr Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? (…)

 

 

14.Die Verweigerung eines Zeichens:

(12,38-42)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Schriftgelehrten und die Pharisäer als eine „Böse und Treulose“ Generation!

 

 

Bibeltext:

 

(12,38) Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten ein Zeichen sehen.

 

(12,39) Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.

 

 

15.Von den wahren Verwandten Jesu:

(12,46-50)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel „verleugnet“ Jesus seine Mutter:

 

Betrachtet man die Aussage dieses Kapitels in einer fundamentalistischen Auslegung, so zeigt sich, dass der hauptsächlich von der katholischen und den orthodoxen Kirchen praktizierte Marienkult (Gottesmutterkult) im Grunde „antichristlich“ ist, da Jesus seine Mutter offenbar nicht kennt, geschweige denn fordert, sie anzubeten oder zu vergöttern!

 

 

Bibeltext:

 

(12,46) Als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen.

 

(12,47) Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen.

 

(12,48) Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er:

Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?

 

(12,49) Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte:

Das hier sind meine Mütter und meine Brüder.

 

 

16.Sinn und Zweck der Gleichnisse:

(13,10-17)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus das jüdische Volk als „Hartherzig“, wirft dem jüdischen Volk „Blindheit“ und Taubheit“ vor, damit es (das jüdische Volk) sich nicht zu Christus bekehren will!

 

 

Bibeltext:

 

(13,10) Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?

 

(13,11) Er antwortete: Euch (Jünger/Den Anhängern Jesus) ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelsreichs zu erkennen; ihnen aber (Den Juden) ist es nicht gegeben.

 

(13,13) Deshalb rede ich zu ihnen (Den Juden) in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen.

 

(13,14) An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.

 

(13,15) Denn das Herz dieses Volkes ist Hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie nicht mit ihren Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren.

 

 

17.Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut:

(13,36-43)

 

Kritische Analyse dieses Gleichnisses:

 

Vernichtungsandrohung:

 

Gemäß der Aussage dieses Berichtes sendet der Menschensohn (Christus)  bei seiner Wiederkehr, seine Engel aus, um aus seinem Reich alle, die Gottes Gesetz übertreten haben, zusammenzuholen und in den Ofen zu werfen!

 

 

Bibeltext:

 

(13,36) Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf den Acker.

 

(13,37-38) Er antwortete:

Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen.

 

(13,40) (…) So wird es auch am Ende der Welt sein:

(13,41-42) Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.

 

 

Kritische Gesamtanalyse dieses Kapitels:

 

Das Neue Testament bezeichnet die Juden als „Söhnen des Bösen“:

 

Im Johannesevangelium („Die wahren Kinder Abrahams“ 8,30-47) bezichtigt Jesus die Juden der Abstammung vom Teufel („Teufelsvaterschaft“ d.h. „Söhne des Bösen“)

 

Im Johannesevangelium („Der Streit im Hohen Rat um Jesus“ 7,37-52) verflucht Jesus das jüdische Volk, weil es angeblich vom Gesetz nichts versteht.

 

Im Brief an die Römer („Die Juden und das Gesetz“ 2,17-29) wirft Paulus den Juden vor, das sie Gottes Gesetz übertreten.

 

Zusammenfassend lässt sich dieses Kapitel zur möglichen Wiederkehr Christi so auslegen:

 

Der Menschensohn (Christus) wird (möglicherweise bei seiner Wiederkehr) seine Engel aussenden und in seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben (möglicherweise die Juden, denen bereits Johannes der Täufer, später aber auch Jesus, im Falle der Nichtbekehrung mit der Vergeltung im nie erlöschendem Feuer droht…/Im Römerbrief wirft Paulus den Juden vor, dass sie Gottes Gesetz übertreten) und sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.

 

 

18.Das Gleichnis vom Fischnetz:

(13,47-50)

 

Kritische Analyse dieses Gleichnisses:

 

Gemäß der Aussage dieses Gleichnisses kommen am Ende der Welt die Engel, und werfen die Bösen in den Ofen, indem das Feuer brennt!

 

(Kritische Gesamtanalyse siehe Kap. „Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“ 13,36-43)

 

 

Bibeltext:

 

(13,49-50) So wird es am Ende der Welt sein:

Die Engel werden kommen und die Bösen (Die Juden?) von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.

 

 

Das Neue Testament bezeichnet die Juden als „Söhne des Bösen“:

 

Im Johannesevangelium haben die Juden den Teufel d.h. „Das Böse“ zum Vater.

Die Johannesoffenbarung bezeichnet die Juden, weil sie den Messias ablehnen und die Christengemeinden anfeinden als „Synagoge des Satans“

 

Zusammenfassende Analyse dieses Gleichnisses:

 

So wird es am Ende der Welt sein:

Die Engel werden kommen und die Bösen (möglicherweise die Juden) von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, indem das Feuer brennt.

 

 

19.Von Reinheit und Unreinheit:

(15,1-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die religiösen Führer des Volkes (Pharisäer und Schriftgelehrte) als „Blinde Führer“ und „Heuchler“!

 

Rechtfertigung der Todesstrafe:

 

In diesem Kapitel bestätigt bzw. rechtfertigt Jesus die von Gott geforderte Todesstrafe bei Verfluchung der Eltern und kritisiert die Pharisäer und Schriftgelehrten, weil sie das Gesetz Gottes außer Kraft setzen wollen!

(siehe Kap. „Vom Gesetz und den Propheten“ 5,17-20)

 

Ein bedingungslos pazifistischer und Gewaltlosigkeit predigender Jesus müsste eigentlich die von Gott (In den Gesetzbüchern Moses) verlangte Todesstrafe für verschiedene Vergehen verurteilen!

 

 

Bibeltext:

 

(15,1-2) Da kamen aus Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und sagten:

Warum missachten deine Jünger die Vorschriften der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen.

 

(15,3-4) Er (Jesus) entgegnete ihnen:

Warum missachtet denn ihr Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen? Gott hat gesagt:

Ehre Vater und Mutter und wer Vater und Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.

 

(15,5-6) Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Was ich dir schulde, erkläre ich zur Opfergabe, der braucht seinen Vater und Mutter nicht mehr zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort um eurer Überlieferung willen außer Kraft gesetzt.

 

(15,7) Ihr Heuchler! Der Prophet Jesaja hatte Recht als er sagte:

 

(15,8-9) Dieses Volk (das jüdische?) ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren sind Satzungen von Menschen.

 

(15,12) Da kamen die Jünger zu ihm (Jesus) und sagten: Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind?

 

(15,13-14) Er antwortete ihnen:

Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in die Grube fallen.

 

 

20.Die Verweigerung eines Zeichens:

(16,1-4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus diese Generation (Die Pharisäer und Sadduzäer) als „Treulos“ und „Böse“!

 

 

Bibeltext:

 

(16,1) Da kamen die Pharisäer und Sadduzäer zu Jesus, um ihn auf die Probe zu stellen. Sie baten ihn:

Lass uns ein Zeichen vom Himmel sehen.

 

(16,2-4) Er (Jesus) antwortete ihnen:

Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihnen kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Und er ließ sie stehen und ging weg.

 

 

21.Warnung vor den Pharisäern und Sadduzäern:

(16,5-12)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel warnt Jesus seine Jünger vor der Lehre der Pharisäer und der Sadduzäer!

 

 

Bibeltext:

 

(16,6-7) Und Jesus sagte zu ihnen:

Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Sie aber machten sich Gedanken und sagten zueinander: Wir haben kein Brot mitgenommen.

 

(16,11) (Jesus sagt):

Warum begreift ihr denn nicht, dass ich nicht vom Brot gesprochen habe, als ich zu euch sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?

 

(16,12) Da verstanden sie, dass er nicht gemeint hatte, sie sollten sich vor dem Sauerteig hüten, mit dem man Brot backt, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

 

22.Von der Nachfolge und Selbstverleugnung:

(16,24-28)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel verlangt Jesus von seinen Anhängern (Christen) die Selbstverleugnung (Aufgabe der eigenen Persönlichkeit)!

 

 

Bibeltext:

 

(16,24) Darauf sagte Jesus zu seinen Jünger:

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz aus sich und folge mir nach.

 

 

23.Die Heilung eines mondsüchtigen Jungen:

(17,14-21)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Generation als „Ungläubig“ und „Unbelehrbar“!

 

 

Bibeltext:

 

(17,17) Da sagte Jesus:

O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen?

 

 

24.Warnung vor der Verführung und Verachtung der Jünger:

(18,6-11)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Höllendrohung!

 

Anregung zu religiös motivierter Selbstverstümmelung oder Selbstgeißelung!

 

 

Bibeltext:

 

(18,6) Wer einen von diesen Kleinen, die an mich (Jesus) glauben, zum Bösen verführt, für den währe es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.

 

(18,7) Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung geben; doch Wehe den Menschen, der sie verschuldet.

 

(18,8) Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau in ab und wirf ihn weg! Es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen oder zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden.

 

(18,9) Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben zu gelangen, als mit zwei Augen in das Feuer der Hölle geworfen werden.

 

 

25.Das Gleichnis von den bösen Winzern:

(21,33-46)

 

Kritische Analyse dieses Gleichnisses:

 

In diesem Gleichnis wird den Hohenpriestern und den (jüdischen) Schriftgelehrten das Reich Gottes weggenommen und einem anderen Volk (möglicherweise den Christen bzw. der Kirche) gegeben!

 

 

Bibeltext:

 

(21,42) Und Jesus sagte zu ihnen:

Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; dass hat der Herr vollbracht.

 

(21,44) Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.

 

(21,43) Darum sage ich euch:

Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem anderen Volk gegeben werden.

 

(21,45) Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach.

 

 

26.Die Frage nach dem Messias:

(22,41-46)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Aus diesem Kapitel konnte sich die Kirche, stellvertretend im Namen Christi, die Vernichtung oder Unterwerfung ihrer Feinde religiös rechtfertigen!

 

 

Bibeltext:

 

(22,44) Der Herr sprach zu meinem Herrn:

Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde unter die Füße.

 

 

27.Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer:

(23,1-39)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Pharisäer und die jüdischen Schriftgelehrten grundsätzlich als „Heuchler!“

 

In diesem Kapitel wirft Jesus den jüdischen Schriftgelehrten und den Pharisäern den Tod der Propheten vor!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Pharisäer und die jüdischen Schriftgelehrten als „Söhne der Prophetenmörder“

 

In diesem Kapitel bezichtigt Jesus den jüdischen Schriftgelehrten und den Pharisäern „Ungehorsam gegen Gottes Gesetz“!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Pharisäer und die jüdischen Schriftgelehrten als „Nattern und Schlangenbrut“!

 

In diesem Kapitel droht Jesus den Pharisäern und den jüdischen Schriftgelehrten die „Blutrache“ an!

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus den jüdischen Schriftgelehrten und den Pharisäern das „Strafgericht der Hölle“ an!

 

Kernaussage dieses Kapitels:

 

Bereits in den Evangelien bezeichnet Christus selbst die jüdischen Schriftgelehrten als „Söhne der Prophetenmörder“/In der Apostelgeschichte wird dann anschließend die Schuld am Kreuzestod Christi auf das ganze jüdische Volk abgewälzt!

 

Später benutzten die Christen den Prophetenmörder/Christusmördervorwurf und die Ankündigung der „Blutrache“ um die Verfolgung und Vernichtung der Juden, beispielsweise während der Judenpogrome im Mittelalter religiös zu rechtfertigen!

 

Dieses Kapitel verdeutlicht die Widersprüchlichkeit des Christentums:

 

Auf der einen Seite:

Die christliche „Vergebungstheologie“, die Toleranz und Nächstenliebe

 

Auf der anderen Seite:

Die Anschuldigungen, Beschimpfungen und Drohungen Jesu gegen die jüdischen Schriftgelehrten:

„Nattern und Schlangenbrut“, „Söhne der Prophetenmörder“, „Höllendrohungen“ und „Blutrache“!

 

In diesem Kapitel findet sich ein weiterer Widerspruch der christlichen Religion:

 

Dieses Kapitel deutet auf einen antiklerikalen/antikultischen Jesus hin, der die Pharisäer und die jüdischen Schriftgelehrten aufgrund der Errichtung von Grabstätten und Denkmäler für die Propheten verurteilt, was der Stiftung einer weltweiten religiösen Institution oder der Errichtung von Sakralbauen (Kirchen) widerspricht.

Zusätzlich ist in diesem Fall zu erwähnen, dass viele Kirchen den Heiligen und Märtyrern geweiht sind und neben dem Gottesdienst auch als Grabstätten für geistliche (Bischöfe/Kardinäle) dienen. Beispielsweise werden die Päpste in den Katakomben des Vatikans begraben!

 

 

Bibeltext:

 

(23,1-3) Darauf wandte sich Jesus an das Volk und seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Moses gesetzt.

Tut und befolgt alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

 

(23,6-7) Bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gerne grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen.

 

(23,8) Ihr aber sollt euch nicht Rabbi (Meister) nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.

 

(23,10) Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.

 

(23,15) Weh euch! Ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist, wie ihr selbst.

 

(23,25) Weh euch! Ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt.

 

(23,27-28) Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen sind sie aber voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.

 

(23,29-30)Weh euch! Ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden.

 

(23,31-33) Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll! Ihr Nattern und Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?

 

(23,34) Darum hört: Ich sende Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu euch; ihr werdet einige von ihnen töten, ja sogar kreuzigen, andere in euren Synagogen auspeitschen und von Stadt zu Stadt verfolgen.

 

(23,35) So wird all das unschuldige Blut über euch kommen, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten bis zum Blut des Zacharias, Barachias Sohn, den ihr im Vorhof zwischen dem Tempelgebäude und dem Altar ermordet habt.

 

(23,37) Jerusalem, Jerusalem, du tötest deine Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. (…)

 

(23,38) Darum wird euer Haus (von Gott) verlassen.

 

 

28.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels:

(24,1-2)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus die Zerstörung des Tempels in Jerusalem an!

 

 

Bibeltext:

 

(24,1) Als Jesus den Tempel verlassen hatte, wandten sich seine Jünger an ihn und weisen ihn auf die gewaltigen Bauten des Tempels hin.

 

(24,2) Er sagte zu ihnen:

Seht ihr das alles? Amen das sage ich euch:

Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben, alles wird niedergerissen werden.

 

 

29.Vom Anfang der Not:

(24,3-14)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Gemäß der Aussage dieses Kapitels wird das „Evangelium vom Reich“ auf der ganzen Welt verkündet!

 

Wie wollen die Christen das Evangelium beispielsweise in islamischen Staaten wie Saudi-Arabien oder im Iran, in denen die christliche Mission verboten ist, verkünden?

 

 

Bibeltext:

 

(24,14) Aber dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende.

 

 

30.Vom Höhepunkt der Not:

(24,15-28)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus den Bewohnern Judäas eine so große Not an, wie es sie noch nie gegeben hat und auch nie wieder geben wird!

 

 

Bibeltext:

 

(24,19-20) Weh aber den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Betet darum, dass ihr nicht im Winter oder an einem Sabbat fliehen müsst.

 

(24,21) Denn es wird eines so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die Welt besteht und wie es auch keine mehr geben wird.

 

 

31.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht:

(24,45-51)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel schlägt der Herr den schlechten Knecht in Stücke!

 

 

Bibeltext:

 

(24,48) Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht!

 

(24,49) Und anfängt seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert;

 

(24,50) Dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet und zu einer Stunde, die er nicht kennt;

 

(24,51) Und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er Heulen und mit den Zähnen knirschen.

 

 

32.Vom Weltgericht:

(25,31-46)

 

Kritische Analyse dieses Weltgerichtes:

 

Strafandrohung!

 

In diesem Kapitel wirft der wiederkehrende Christus die Verfluchten in das Feuer (möglicherweise in den Ofen, indem das Feuer brennt)

 

 

Bibeltext:

 

(25,31) Wenn der Menschensohn (Christus) in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

 

(25,32) Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen und er wird die Völker voneinander scheiden:

 

(25,41) Dann wird er sich auch auf die linke Seite (d.h. auf die schwarze Unheilsseite) wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

 

 

Kritische Gesamtanalyse dieses Weltgerichtes:

 

Bezieht sich die Aussage in diesem Bericht auf das jüdische Volk?

 

Im Johannesevangelium verflucht Jesus das jüdische Volk:

 

Der Streit im Hohen Rat um Jesus (Joh.7,37-52)

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief:

Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.

 

Ähnliche Aussagen gibt es in den Kapiteln:

(„Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“ 13,36-43)

(„Das Gleichnis vom Fischnetz“ 13,47-50)

 

Möglicherweise lässt sich dieses Weltgericht so deuten:

 

Wenn der Menschensohn (Christus) in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm (…) Dann wird er sich auch auf die linke (Unheilsseite) wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten (Juden?) in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist.

 

 

33.Der Gang zum Ölberg:

(26,30-35)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel erschlägt Jesus den Hirten!

 

Dieses Kapitel widerspricht dem christlichen Dogma der bedingungslosen Feindesliebe und Gewaltlosigkeit Jesu!

 

 

Bibeltext:

 

(26,31) Jesus sagte zu seinen Jüngern:

Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen.

 

 

34.Die Gefangennahme:

(26,47-36)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Dieses Kapitel deutet auf eine Bewaffnung, zumindest der Begleiter Jesu hin!

 

 

Bibeltext:

 

(26,47) Während er noch redete, kam Judas, einer der zwölf, mit einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes geschickt worden.

 

(26,51) Doch einer von den Begleitern Jesu zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab.

 

(26,52) Da sagte Jesus zu ihm:

Steck dein Schwert in die Scheide, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

 

 

35.Die Verhandlung vor Pilatus:

(27,11-26)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

„Selbstverfluchung der Juden“ aufgrund des Kreuzestodes Christi!

 

Der Christusmördervorwurf zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums bzw. der Kirche. Die Legende von der Schuld der Juden am Kreuzestod Christi führte durch die Jahrhunderte zu Anfeindungen, Verfolgungen und Pogrome gegen die Juden und hielt sich bis in den Nationalsozialismus!

 

 

Bibeltext:

 

(27,25) Da rief das ganze (Jüdische) Volk:

Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!

 

 

36.Der Auftrag des Auferstandenen:

(28,16-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels sind Christus alle Macht auf Erden gegeben!

 

Basierend auf der Aussage dieses Kapitels rechtfertigt die Kirche, stellvertretend im Namen Christi ihren Weltherrschaftsanspruch!

 

 

Bibeltext:

 

(28,18) Da trat Jesu auf sie zu und sagte zu ihnen:

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.

 

 

DAS MARKUSEVANGELIUM:

 

Kritische Schriften des Markusevangeliums:

 

Inhalt:

 

1.Verteidigungsrede Jesu

2.Sinn und Zweck der Gleichnisse

3.Die Heilung des Besessenen von Gerasa

4.Von Reinheit und Unreinheit

5.Von Nachfolge und Selbstverleugnung

6.Die Heilung eines besessenen Jungen

7.Warnung vor der Verführung

8.Die Frage nach dem Messias

9.Worte gegen die Schriftgelehrten

10.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

11.Vom Anfang der Not

12.Vom Höhepunkt der Not

13.Die Erscheinungen des Auferstandenen

 

 

Zusammenfassende Gesamtanalyse der kritischen Schriften des Markusevangeliums:

 

Im Markusevangelium findet niemand Vergebung, der den Heiligen Geist lästert!

(In den Paulusbriefen droht allen, die den Sohn Gottes lästern, die Vernichtung im Feuer!)

 

Im Markusevangelium wird allen die sich nicht bekehren lassen wollen (Juden/Heiden/Atheisten) nicht Vergeben!

(siehe Kap. „Sinn und Zweck der Gleichnisse“ 4,10-12)

 

Im Markusevangelium droht Jesus den Ungläubigen mit der „Verdammnis“!

(siehe Kap. „Die Erscheinung des Auferstandenen“ 16,9-20)

 

Rechtfertigung bzw. Bestätigung der Todesstrafe (Bei Verfluchung der Eltern)

 

Im Markusevangelium rechtfertigt bzw. bestätigt Jesus die von Gott in den Gesetzbüchern Moses verlangte Todesstrafe (Bei Verfluchung der Eltern) und wirft den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, das Gebot Gottes außer Kraft setzen zu wollen, weil sie in diesem Fall lediglich eine Opfergabe fordern!

(siehe Kap. „Von Reinheit und Unreinheit“ 7,1-23)

(siehe „Erfüllungsauftrag Christi“ Matth.5,17-20)

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Verteidigungsrede Jesu:

(3,22-30)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel findet niemand Vergebung, der den Heiligen Geist lästert!

(In den Paulusbriefen droht allen, die den Sohn Gottes lästern, die Vernichtung im nie erlöschenden Feuer!)

 

 

Bibeltext:

 

(3,28-29) Amen, das sage ich euch:

Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, soviel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet ihn Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.

 

 

2.Sinn und Zweck der Gleichnisse:

(4,10-12)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels wird Außenseitern (Juden/Heiden/Atheisten?) die sich nicht bekehren wollen, nicht vergeben!

 

 

Bibeltext:

 

(4,10) Als er (Jesus) mit seinen Begleitern und mit den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn der Gleichnisse.

 

(4,11-12) Da sagte er zu ihnen: Euch (Christen) ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind (Heiden/Juden/Atheisten?) wird alles in Gleichnissen gesagt, denn:

Sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.

 

 

3.Die Heilung des Besessenen von Gerasa:

(5,1-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Tierfeindlich:

 

In diesem Kapitel „Opfert“ Jesus den Dämonen 2.000 Schweine!

 

 

Bibeltext:

 

(5,11-13) Nun weidete dort am Berghang gerade eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Lass uns doch in die Schweineherde hineinfahren! Jesus erlaubte es ihnen. Sie fuhren in die Schweine und die Herde stürzte den Abhang hinab in den See. Es waren etwa 2.000 Tiere und alle ertranken.

 

 

4.Von Reinheit und Unreinheit:

(7,1-23)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel wirft Jesus den Pharisäern und den Schriftgelehrten vor, die Gebote Gottes preiszugeben!

 

Rechtfertigung bzw. Bestätigung der Todesstrafe:

 

In diesem Kapitel rechtfertigt bzw. bestätigt Jesus die von Gott in den Gesetzbüchern Moses verlangte Todesstrafe (Bei Verfluchung der Eltern) und wirft den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, das Gebot Gottes außer Kraft setzen zu wollen, weil sie in diesem Fall lediglich eine Opfergabe fordern!

(siehe „Erfüllungsauftrag Christi“ Matth.5,17-20)

 

Der bedingungslos pazifistische, Gewaltlosigkeit predigende Jesus müsste eigentlich die in den Gesetzbüchern Moses von Gott verlangte Todesstrafe verurteilen!

 

 

Bibeltext:

 

(7,1) Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf.

 

(7,2-3) Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.

 

(7,5) Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten also:

Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?

 

(7,6-7) Er (Jesus) antwortete ihnen (Den Pharisäern und den Schriftgelehrten):

Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte:

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen; sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.

 

(7,8) Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

 

(7,9) Und weiter sagte Jesus:

Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.

 

(7,10) Moses hat zum Beispiel gesagt:

Ehre deinen Vater und deine Mutter und wer Vater und Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.

 

(7,11) Ihr aber lehrt:

Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir Schulde ist Korban, das heißt Opfergabe.

 

 

5.Von Nachfolge und Selbstverleugnung:

(8,34-9,1)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel verlangt Jesus von seinen Anhängern (Den Christen) die „Selbstverleugnung“ (Selbstaufgabe der eigenen Persönlichkeit)!

(siehe Matth.16,24-28)

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus diese Generation als „Treulos und Sündig“

 

 

Bibeltext:

 

(8,34) Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte:

Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

(8,38) Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt.

 

 

6.Die Heilung eines besessenen Jungen:

(9,14-29)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Generation als „Ungläubig“!

 

 

Bibeltext:

 

(9,19) Da sagte er zu ihnen:

O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen?

 

 

7.Warnung vor der Verführung:

(9,42-48)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Höllendrohung!

 

Anregung oder Rechtfertigung zur Selbstverstümmelung oder religiöser Geißelung!

 

 

Bibeltext:

 

(9,42) Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den währe es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.

 

(9,43) Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer.

 

(9,45) Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden.

 

(9,47) Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden.

 

 

8.Die Frage nach dem Messias:

(12,35-37)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Aus dieser Aussage konnte sich die Kirche, stellvertretend im Namen Christi, Erfüllt vom Heiligen Geist, die Vernichtung ihrer Feinde religiös rechtfertigen!

 

 

Bibeltext:

 

(12,35) Als Jesus im Tempel lehrte, sagte er: Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias sei der Sohn Davids?

 

(12,36) Denn David hat, vom Heiligen Geist erfüllt, selbst gesagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn:

Setze dich mir zu Rechten und ich lege dir deine Feinde unter die Füße.

 

 

9.Worte gegen die Schriftgelehrten:

(12,37-40)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel warnt Jesus vor den Schriftgelehrten und kündigt ihnen ein hartes Urteil an!

 

 

Bibeltext:

 

(12,38) Er (Jesus) lehrte sie und sagte: Nehmt euch acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben.

 

(12,40) Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

 

 

10.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels:

(13,1-2)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus die Zerstörung des Tempels in Jerusalem an!

 

 

Bibeltext:

 

(13,1) Als Jesus den Tempel verließ, sagte einer seiner Jünger zu ihm:

Meister, sieh was für Steine und was für bauten!

 

(13,2) Jesus sagte zu ihm:

Siehst du diese großen Bauten? Kein Stein wird auf dem anderen bleiben, alles wird niedergerissen.

 

 

11.Vom Anfang der Not:

(13,3-13)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels muss vor der Endzeit allen Völkern das Evangelium verkündet werden:

 

Mit diesem Kapitel zeigt sich eine Problematik, wenn man bedenkt, dass die Christen das Evangelium beispielsweise in islamischen Staaten wie im Iran oder in Saudi-Arabien verkünden müssen, in denen die christliche Mission verboten ist…

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus seinen Anhängern (Den Christen) die Verfolgung und die Misshandlung unter anderem in den Synagogen an!

 

 

Bibeltext:

 

(13,9) Ihr aber, macht euch darauf gefasst:

Man wird euch um meinetwillen vor die Gerichte bringen, in den Synagogen misshandeln und vor Statthalter und Könige stellen, damit ihr vor ihnen Zeugnis ablegt.

 

(13,10) Vor dem Ende aber muss allen Völkern das Evangelium verkündet werden.

 

 

12.Vom Höhepunkt der Not:

(13,14-23)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus den Bewohnern Judäas eine große Notzeit an, wie sie es noch nie gegeben hat und auch nie wieder geben wird!

 

 

Bibeltext:

 

(13,17-18) Weh aber den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Betet darum, dass dies alles nicht im Winter eintritt.

 

(13,19) Denn jene Tage werden eine Not bringen, wie es sie noch nie gegeben hat, seit Gott die Welt erschuf und wie es auch keine mehr geben wird.

 

 

13.Die Erscheinung des Auferstandenen:

(16,9-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Drohbotschaft!

 

In diesem Kapitel tadelt der auferstandene Jesus den Unglauben der Jünger und wirft ihnen „Verstocktheit“ vor!

 

In diesem Kapitel droht Jesus den Ungläubigen mit der „Verdammnis“!

 

 

Bibeltext:

 

(16,9) Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria von Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.

 

(16,11-13) Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gingen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht.

 

(16,14) Späte erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach der Auferstehung gesehen hatten.

 

(16,15) Dann sagte er zu ihnen:

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

 

(16,16) Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

 

 

DAS LUKASEVANGELIUM:

 

Kritische Schriften des Lukasevangeliums:

 

Inhalt:

 

1.Johannes der Täufer

2.Seligpreisungen und Weherufe

3.Das Urteil Jesu über den Täufer

4.Die Heilung des Besessenen von Gerasa

5.Die Heilung eines besessenen Jungen

6.Von der Nachfolge

7.Die Aussendung der 72.Jünger

8.Der Lohn der Jünger

9.Verteidigungsrede Jesu

10.Die Verweigerung eines Zeichens

11.Worte gegen die Pharisäer und die Schriftgelehrten

12.Warnung vor der Heuchelei der Pharisäer

13.Aufforderung zum furchtlosem Bekenntnis

14.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht

15.Von Frieden und Zwietracht

16.Mahnung zur Umkehr

17.Der Abschied aus Galiläa

18.Warnung vor der Verführung

19.Vom Kommen des Menschensohnes

20.Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

21.Die Ankündigung der Zerstörung Jerusalem

22.Worte gegen die Schriftgelehrten

23.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

24.Vom Anfang der Not

25.Vom Gericht über Jerusalem

26.Vom Herrschen und vom Dienen

27.Die Stunde der Entscheidung

28.Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus

 

 

Zusammenfassende Analyse der kritischen Schriften des Lukasevangeliums:

 

Zusammenfassend lassen sich zwei Kernbereiche kritischer Schriften des Lukasevangeliums erkennen!

 

Die religiöse Intoleranz des Lukasevangeliums und die Judenfeindlichkeit:

 

Christliche (religiöse) Intoleranz:

 

Im Lukasevangelium droht Jesus allen Städten, die die Jünger nicht aufnehmen, ein Gericht an, schlimmer als bei Sodom!

(siehe Kap. „Die Aussendung der 72. Jünger 10,1-16)

 

Im Lukasevangelium kommen alle um, die sich nicht zu Christus bekehren!

(siehe Kap. „Mahnung zur Umkehr“ 13,1-9)

 

Im Lukasevangelium kommt Jesus auf die Welt, um ein Feuer auf die Erde zu werfen!

(siehe Kap. „Von Frieden und Zwietracht“ 12,49-53)

 

Im Lukasevangelium wird niemandem Vergeben, der den Heiligen Geist lästert!

(siehe Kap. „Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis“ 12,4-12)

 

Im Lukasevangelium sind alle, die nicht für Jesus sind, seine Gegner!

(siehe Kap. „Verteidigungsrede Jesu“ 11,14-23)

 

Judenfeindlichkeit:

 

Im Lukasevangelium bezeichnet Johannes der Täufer das (jüdische) Volk als „Schlangenbrut“ und kündigt ihnen die „Feuertaufe“ und das kommende Gericht durch Christus an!

(siehe Kap. „Johannes der Täufer“ 3.1-20)

 

In der Bergpredigt wirft Jesus den Juden die Verfolgung der Propheten vor!

(siehe Kap. „Seligpreisungen und Weherufe“ 6,20-26)

 

Im Lukasevangelium wirft Jesus den (jüdischen) Schriftgelehrten und den Pharisäern die Ermordung der Propheten vor und kündigt ihnen die Blutrache an!

(siehe Kap. „Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer 11,37-54)

 

Im Lukasevangelium wirft Jesus Jerusalem die Tötung bzw. die Steinigung der Propheten vor!

(siehe Kap. „Der Abschied von Galiläa“ 13,31-35)

 

Im Lukasevangelium taucht der zornige Rachegott des Alten Testaments wieder auf:

(siehe Kap. „Vom Gericht über Jerusalem“ 21,20-24)

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Johannes der Täufer:

(3,1-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich/Gerichtsandrohung:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Johannes der Täufer das (jüdische) Volk als „Schlangenbrut“ und droht diesen das kommende Gericht an!

 

In diesem Kapitel droht Johannes der Täufer dem (jüdischen) Volk die „Feuertaufe“, möglicherweise durch Jesus an!

 

Mögliche Aussage dieses Kapitels:

 

(3,17) Christus wird die Spreu vom Weizen trennen (Gläubige/Ungläubige) diejenigen, die sich zu Christus bekehren (den Weizen) bringt er in die Scheune (in die Kirche)

Die Spreu aber (möglicherweise die ungläubigen Juden) wird er nie im erlöschenden Feuer, möglicherweise im Ofen verbrennen.

 

siehe Matth.13,36-43 Kap. „Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“:

 

(13,41-42) Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sei werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben und werden sie in den Ofen werfen, indem das Feuer brennt.

 

siehe Matth.25,31-46 Kap. „Vom Weltgericht“:

 

(25,31-46) Dann wird er sich auch auf die linke Seite wenden und zu ihnen sagen:

Weg von mir, ihr Verfluchten in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

 

 

 

Dieses Kapitel schildert, wie die Judenfeindlichkeit im Neuen Testament systematisch gesteigert wird:

 

Im Matthäusevangelium kündigt Johannes der Täufer nur den Sadduzäern und den Pharisäern die „Feuertaufe“ und das kommende Gericht (durch Christus) an, während im Lukasevangelium Johannes der Täufer dem ganzen jüdischen Volk die „Feuertaufe“ und das kommende Gericht (durch Christus) ankündigt!

 

 

Bibeltext:

 

(3,7) Das (Jüdische) Volk zog in Scharen zu ihm hinaus, um sich von ihm taufen zu lassen. Er sagte zu ihnen:

Ihr Schlangenbrut, wer hat euch den gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?

 

(3,9) Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

 

(3,16) Johannes sagte zum Volk: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich. Er (Jesus?) wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

 

(3,17) Schon ist die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune (In die Kirche?) bringen; die Spreu wird er (Jesus?) im nie erlöschenden Feuer verbrennen.

 

 

2.Seligpreisungen und Weherufe: (Die Feldrede)

(6,20-49)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In der Feldrede bescheinigt Jesus seinen Anhängern „Seligkeit“ wenn sie von den Juden, die gemäß Johannesevangelium ständig Jesus und seine Jünger verfolgen, beschimpfen und töten wollen, weil das ihre Väter mit den Propheten auch schon gemacht haben.

 

In der Bergpredigt wirft Jesus den Juden die Verfolgung der Propheten vor!

 

 

Bibeltext:

 

(6,20) Er (Jesus) richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte:

(6,22) Selig seid ihr wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. (…) Denn ebenso haben es ihre (jüdischen) Väter mit den Propheten gemacht.

 

 

3.Das Urteil Jesu über den Täufer:

(7,24-35)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wirft Jesus den Pharisäern und den Gesetzeslehrern die Missachtung des Willen Gottes vor, weil sie sich nicht von Johannes taufen lassen!

 

 

Bibeltext:

 

(7,24) Als die Boten des Johannes weggegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte:

 

(7,29) Das ganze Volk, das Johannes hörte, selbst die Zöllner, sie alle haben den Willen Gottes anerkannt und sich von Johannes taufen lassen.

 

(7,30) Doch die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Willen Gottes missachtet und sich von Johannes nicht taufen lassen.

 

 

4.Die Heilung des Besessenen von Gerasa:

(8,26-39)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Tierfeindlich:

 

In diesem Kapitel „Opfert“ Jesus für die Dämonen 2.000 Schweine!

 

 

Bibeltext:

 

(8,32-33) Nun weidete dort gerade eine Schweineherde. Die Dämonen baten Jesus, ihnen zu erlauben, in die Schweine hineinzufahren. Er erlaubte es ihnen. Da verließen die Dämonen die Menschen und fuhren in die Schweine und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ertrank.

 

 

5.Die Heilung eines besessenen Jungen:

(9,37-43)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Menschenmenge als „Ungläubige und unbelehrbare Generation“!

 

 

Bibeltext:

 

(9,41) Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein und euch ertragen?

 

 

6.Von der Nachfolge:

(9,57-62)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels taugen weder Familienväter noch Ackerbauern für das Reich Gottes!

 

 

Bibeltext:

 

(9,61-62) Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.

 

 

7.Die Aussendung der 72.Jünger:

(10,1-16)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Drohbotschaft/Strafandrohung!

 

In diesem Kapitel droht Jesus allen Städten, die die Jünger nicht aufnehmen, ein Gericht an, schlimmer wie über Sodom!

 

 

Bibeltext:

 

(10,10) Wenn ihr (Jünger) aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft:

 

(10,11) Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen:

Sodom wird es an jenem Tag nicht schlimmer ergehen wie dieser Stadt.

 

(10,13) Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht schlimmer ergehen wie euch.

 

(10,15) Und du; Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.

 

(10,16) Wer euch (Jünger) hört, der hört mich (Jesus), und wer euch (Jünger) ablehnt, der lehnt mich (Jesus) ab; wer aber mich (Jesus) ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat (Gott).

 

 

8.Der Lohn der Jünger:

(10,17-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel gibt Jesus seinen Jüngern die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die Macht des Feindes zu überwinden!

 

 

Bibeltext:

 

(10,19) Seht, ich (Jesus) habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.

 

 

9.Verteidigungsrede Jesu:

(11,14-23)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels sind alle, die nicht für Jesus sind, seine Gegner!

 

Aus dieser Aussage rechtfertigte sich der gläubige US-Präsident George W. Bush seine Rhetorik nach den Terroranschlägen in den USA:

 

Wer nicht für Amerika ist, ist gegen Amerika …

 

 

Bibeltext:

 

(11,21-22) Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und ihn besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.

 

(11,23) Wer nicht für mich (Jesus) ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

 

 

10.Die Verweigerung eines Zeichens:

(11,29-32)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die Menschen dieser Generation als Böse!

 

 

Bibeltext:

 

(11,29) Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist Böse. Sie forderten ein Zeichen; aber es wird ihnen keine anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.

 

 

11.Worte gegen die Pharisäer und die Schriftgelehrten:

(11,37-54)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die (jüdischen) Schriftgelehrten und die Pharisäer als voll „Raubgier und Bosheit“!

 

In diesem Kapitel wirft Jesus den Pharisäern und den (jüdischen) Schriftgelehrten die Ermordung der Propheten (durch ihre Väter) vor!

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus den Pharisäern und den (jüdischen) Schriftgelehrten die „Blutrache“ (Aufgrund der Ermordung der Propheten) an!

 

Die Aussage dieses Kapitels widerspricht der theologischen Lehrmeinung des Christentums:

 

Dieses Kapitel beschreibt wie Jesus, der (angeblich) bedingungslose Feindes- und Nächstenliebe predigt, den jüdischen Schriftgelehrten und den Pharisäern den Prophetenmord vorwirft und ihnen mit der Blutrache droht!

 

In diesem Kapitel zeigt sich ein Widerspruch der christlichen Religion:

 

Dieses Kapitel deutet auf einen antikultischen Jesus hin, der die Schriftgelehrten verurteilt, weil sie den Propheten Denkmäler erreichten, was der Gründung einer religiösen Institution oder der Errichtung von Sakralbauten (Kirchen) widerspricht!

 

 

Bibeltext:

 

(11,39) Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen seid ihr voll Raubgier und Bosheit.

 

(11,47) Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden.

 

(11,48) Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter gemacht haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten.

 

(11,49-51) Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt:

Ich werde Propheten und Aposteln zu ihnen senden und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, an dieser Generation gerächt wird, vom Blut Abels, bis zum Blut des Zacharias, der im Vorhof zwischen Altar und Tempel umgebracht wurde. Ja das sage ich euch: An dieser Generation wird es (Das Blut) gerächt werden.

 

 

12.Warnung vor der Heuchelei der Pharisäer:

(12,1-3)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel warnt Jesus die Menschen vor der Heuchelei der Pharisäer!

 

 

Bibeltext:

 

(12,1) (…) Jesus sagte:

Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei.

 

 

13.Aufforderung zum furchtlosen Bekenntnis:

(12,4-12)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Strafandrohung/Höllendrohung!

 

In diesem Kapitel wird niemandem vergeben, der den Heiligen Geist lästert!

 

 

Bibeltext:

 

(12,5) Ich will euch zeigen, wen er fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern auch noch die Macht hat, euch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.

 

(12,8) Ich sage euch:

Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.

 

(12,9) Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.

 

(12,10) Jeder, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden, wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.

 

(12,11-12) Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, kann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.

 

 

14.Das Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht:

(12,35-48)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz:

 

In diesem Gleichnis bezieht sich Jesus auf treue und untreue bzw. gute und schlechte Diener Gottes oder auch auf die Gläubigen. Die schlechten Gläubigen oder die schlechten Diener Gottes wird der Herr in Stücke hauen und ihnen einen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.

 

 

Bibeltext:

 

(12,44) Wahrhaftig, das sage ich euch: (…)

(12,45-46) Wenn aber der Knecht denkt:

Mein Herr kommt noch lange nicht zurück und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.

 

(12,47) Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.

 

 

15.Von Frieden und Zwietracht:

(12,49-53)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kommt Jesus auf die Erde, um ein Feuer auf die Erde zu werfen!

 

In diesem Kapitel kommt Jesus auf die Erde, nicht um Frieden auf die Erde zu bringen, sondern Spaltung!

 

Die Aussage dieses Kapitels widerspricht dem theologischen Dogma des Christentums eines Jesus als „Gewaltlosen Friedensbringer“

 

Aus diesem Kapitel konnte bzw. kann sich das Christentum oder die Kirche bewaffnete, gewaltsame Auseinandersetzungen im Namen Christi (Kreuzzüge/Schwertmission) gegen andere Religionen, Kulturen oder gegen politische Gegner religiös rechtfertigen!

 

 

Bibeltext:

 

(12,49) Ich (Jesus) bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich (Jesus) es würde schon brennen.

 

(12,51)Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, ich sage euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.

 

 

16.Mahnung zur Umkehr:

(13,1-9)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Drohbotschaft!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels werden alle umkommen, die sich nicht zu Christus bekehren!

 

Die Aussage dieses Kapitels widerspricht dem christlichen Dogma der bedingungslosen Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe Jesu:

 

In diesem Kapitel müsste Jesus, der (angeblich) bedingungslose Gewaltlosigkeit, Vergebung und Nächstenliebe verkündet, die Ermordung der Galiläer durch Pilatus verurteilen. Jesus aber rechtfertigt die Ermordung der Galiläer, weil sie Sünder waren. Zusätzlich droht Jesus allen, die sich nicht bekehren, dass sie umkommen!

 

 

Bibeltext:

 

(13,1) Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.

 

(13,2) Da sagte er (Jesus) zu ihnen:

Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?

 

(13,3) Nein, im Gegenteil:

Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

 

(13,4) Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Siloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner Jerusalems aber nicht?

 

(13,5) nein, im Gegenteil:

Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

 

 

17.Der Abschied aus Galiläa:

(13,31-35)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wird Jerusalem die Tötung bzw. Steinigung der Propheten vorgeworfen!

 

In diesem Kapitel wird Haus (Israel?) Jerusalem von Gott verlassen!

 

 

Bibeltext:

 

(13,34) Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um dich sammeln, (…)

 

(13,35) Darum wird euer Haus (von Gott) verlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen (…)

 

 

18.Warnung vor der Verführung:

(17,1-3)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel droht Jesus den Verführern von Jüngern mit dem Tod!

 

 

Bibeltext:

 

(17,1) Er (Jesus) sagte zu seinen Jüngern:

Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.

 

(17,2-3) Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor!

 

 

19.Vom Kommen des Menschensohnes:

(17,22-37)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Strafandrohung/Drohbotschaft!

 

Die Aussage dieses Kapitels deutet daraufhin, dass der Menschensohn d.h. Christus bei seiner Wiederkunft alle (die sich nicht bekehrten bzw. die Ungläubigen) vernichtet und es Feuer und Schwefel vom Himmel regnet!

 

 

Bibeltext:

 

(17,22) Er sagte zu den Jüngern:

Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben.

 

(17,26-27) Und wie es zur Zeit Noah war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes (Christus) sein. Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.

 

(17,30) Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn (Christus) offenbart, (d.h. wenn Christus wiederkehrt!)

 

(17,28-29) Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit Lots war; Sie aßen, tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und alle kamen um.

 

(17,30) Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn (Christus) offenbart. (d.h. wenn Christus wiederkehrt.)

 

 

20.Das Gleichnis vom anvertrauten Geld:

(19,11-27)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel verlangt Jesus die „Niedermachung“ seiner Feinde!

 

Die Aussage dieses Kapitels widerspricht dem christlichen Dogma der bedingungslosen Feindes- und Nächstenliebe Jesu und rechtfertigt Gewalt gegen Feinde Christi bzw. Feinde der Kirche!

 

Aus diesem Kapitel konnte sich die Kirche, stellvertretend für Christus, die (gewaltsamen) Auseinandersetzungen mit weltlichen Mächten um die Herrschaft rechtfertigen!

 

 

Bibeltext:

 

(19,27) (Ich Jesus sage euch:)

Doch meine Feinde, die nicht wollten, das ich ihr König werde - bringt sie her, und macht sie vor meinen Augen nieder.

 

 

21.Die Ankündigung von der Zerstörung Jerusalems:

(19,41-44)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus die Zerstörung Jerusalems an weil die Stadt die Zeichen der Gnade nicht erkannt hat!

 

 

Bibeltext:

 

(19,43) Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten bedrängen.

 

(19,44) Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein auf einen andern lassen; denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.

 

 

22.Worte gegen die Schriftgelehrten:

(20,45-47)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel trifft den (jüdischen) Schriftgelehrten ein hartes Urteil!

 

 

Bibeltext:

 

(20,45) Jesus sagte vor dem ganzen Volk zu seinen Jüngern:

 

(20,46-47) Hütet euch vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es wenn man sie auf den Straßen und den Plätzen grüßt und sie wollen in den Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

 

 

23.Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels:

(21,5-6)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus die Zerstörung des Jerusalemer Tempels an!

 

 

Bibeltext:

 

(21,5-6) Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:

Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf den anderen bleiben; alles wird niedergerissen werden.

 

 

24.Vom Anfang der Not:

(21,7-19)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus seinen Jüngern bzw. seinen Anhängern (den Christen) die Verfolgung und Bedrängnis (durch die Juden) an!

 

 

Bibeltext:

 

(21,12) Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen.

 

(21,13-15) Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass eure alle Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.

 

 

25.Vom Gericht über Jerusalem:

(21,20-24)

 

Kritische Analyse dieses (Straf-) Gerichtes:

 

In diesem (Straf-) Gericht kommt der Zorn Gottes über das (jüdische) Volk!

 

In diesem (Straf-) Gericht wird das (jüdische) Volk mit scharfem Schwert erschlagen und Jerusalem wird von den Heiden (Aufgrund Gottes Zorn) zerstört!

 

Dieses (Straf-) Gericht deutet auf einen zornigen Rachegott hin!

 

 

Bibeltext:

 

(21,20) Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird.

 

(21,22) Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht.

 

(21,23) Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen.

 

(21,24) Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.

 

 

26.Vom Herrschen und vom Dienen:

(22,24-30)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel vermacht Jesus seinen Jüngern das Reich Gottes, setzt sie auf Throne und setzt sie als Richter über die zwölf Stämme Israels ein!

 

 

Bibeltext:

 

(22,25) Da sagte Jesus: (…)

(22,28-29) In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat:

 

(22,30) Ihr sollt in meinem reich mit mir an einem Tisch essen und trinken und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

 

27.Die Stunde der Entscheidung:

(22,35-38)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel beauftragt Jesus seine Jünger, sich Schwerter zu kaufen!

 

 

Bibeltext:

 

(22,36) Da sagte er (Jesus):

Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen.

 

(22,38) Da sagten sie (die Jünger):

Herr, hier sind zwei Schwerter. Er erwiderte: Genug davon!

 

 

28.Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus:

(24,13-35)

 

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel begegnen zwei Jünger dem (Auferstandenen) Jesus und behaupten, die Hohenpriester und Führer des Volkes haben ihn ans Kreuz schlagen lassen!

 

Angenommen, der christliche Glaube von der Auferstehung (Christi) entspräche der Wahrheit, dann müsste Jesus an dieser Stelle den Jüngern widersprechen und antworten:

 

Nein, nicht die Hohepriester und Führer des Volkes haben mich ans Kreuz schlagen lassen. Sondern der Wunsch meines Vaters (Gottes) oder die „Göttliche Vorsehung“ zur Erlösung der Menschheit von ihren Sünden!

 

Ein allwissender „Sohn Gottes“ hätte die Gefahr die der „Christusmördervorwurf“ heraufbeschwört erkennen und handeln müssen!

 

(Der Schuldvorwurf an den Juden am Kreuzestod Christi ist einer der Wurzeln des christlichen Antijudaismus. Dieser führte im Mittelalter vor allem nach Prozessionen beispielsweise in der Karwoche zu verheerenden Judenpogromen und hielt sich bis in den Nationalsozialismus)

 

 

Bibeltext:

 

(24,13) Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf, namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.

 

(24,15-16) Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten.

 

 

(24,19-20) Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus von Nazareth. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.

 

 

DAS JOHANNESEVANGELIUM:

 

Kritische Schriften des Johannesevangeliums:

 

Inhalt:

 

1.Der Prolog

2.Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel

3.Das Ziel der Sendung Jesu

4.Der Täufer und der Messias

5.Die Heilung eines Gelähmten am Sabbat in Jerusalem

6.Jesu Flucht vor der Öffentlichkeit

7.Der Streit im Hohen Rat um Jesus

8.Jesu Selbstzeugnis

9.Die wahren Kinder Abrahams

10.Das Eingreifen der Pharisäer

11.Jesu Selbstoffenbarung vor dem Geheilten

12.Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben und Räubern

13.Das Streitgespräch beim Tempelweihfest

14.Die letzte öffentliche Rede Jesu – Die Stunde der Entscheidung

15.Jesu Urteil über den Unglauben der Juden

16.Aufforderungen zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben

17.Der Hass der Welt gegen die Jünger

 

Zusammenfassende Analyse der kritischen Schriften des Johannesevangeliums:

 

Judenfeindlichkeit:

 

Das Johannesevangelium schildert die Auseinandersetzung Jesu mit dem Judentum:

 

 

Im Johannesevangelium bezichtigt Jesus den Juden die Abstammung vom Teufel („Teufelsvaterschaft“ d.h. „Söhne des Bösen“)

(siehe Kap. „Die wahren Kinder Abrahams“ 8,30-47)

 

Im Johannesevangelium hat die Dämonisierung der Juden ihre Wurzeln:

 

Die Dämonisierung der Juden zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums:

 

Vom Religionsstifter (Christus) über die frühen Kirchenlehrer, über die Judenpogrome des Mittelalters, über die Ritualmord- und Hostienschändungsvorwürfe, über Luther, über die jüdisch (satanischen) Weltverschwörungstheorien (beispielsweise die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“) bis zum Antisemitismus der Nationalsozialisten!

 

Im Johannesevangelium („Der Streit im Hohen Rat um Jesus 7,37-52) verflucht Jesus das jüdische Volk, angeblich weil sie vom Gesetz nichts verstehen.

 

Im Johannesevangelium beschließen die Juden, alle aus der Synagoge auszustoßen, die sich zu Christus bekehren!

(siehe Kap. „Das Eingreifen der Pharisäer“ 9,13-34)

 

Christliche (religiöse) Intoleranz:

 

Im Johannesevangelium geht jeder zugrunde, wer nicht an Christus glaubt!

(siehe Kap. „Das Ziel der Sendung Jesu“ 3,14-21)

 

Im Johannesevangelium droht allen (auch den Juden) der Zorn Gottes, die nicht an Jesus glauben bzw. sich nicht bekehren wollen und Jesus nicht gehorchen!

(siehe Kap. „Der Täufer und der Messias“ 3,22-36)

 

Im Johannesevangelium droht allen (auch den Juden) sie sich nicht zu Christus bekehren, das Gericht am Ende der Tage an!

(siehe Kap. Aufforderung zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben“ 12,44-50)

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Der Prolog:

(1,1-18)

 

Kritische Analyse des Prologs:

 

Im Prolog wird hingewiesen, dass die Welt Christus nicht erkannte!

 

Im Prolog wird hingewiesen, dass die seinen (die Juden) Christus nicht aufnahmen!

 

 

Bibeltext:

 

(1,9-10) Das wahre Licht (Christus) (…) kam in die Welt. Er war in der Welt (…) aber die Welt erkannte ihn (Christus) nicht.

 

(1,11) Er kam in sein Eigentum (zu den „verlorenen Schafen Israels“) aber die Seinen (die Juden) nahmen ihn nicht auf.

 

 

2.Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel:

(2,13-22)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel treibt Jesus mit einer Geisel die Verkäufer zusammen mit den Tieren aus dem Tempel hinaus!

 

 

Bibeltext:

 

(2,13) Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.

 

(2,14) Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen.

 

(2,15) Er machte eine Geisel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder. (…)

 

 

3.Das Ziel der Sendung Jesu:

(3,14-21)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Drohbotschaft:

 

In diesem Kapitel gehen alle zugrunde, die nicht an Jesus glauben!

 

Dieses Kapitel teilt die Menschen in Gläubige und Ungläubige. Die Ungläubigen gehen zugrunde!

 

 

Bibeltext:

 

(3,16) Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

 

(3,18) Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.

 

 

4.Der Täufer und der Messias:

(3,22-36)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Drohbotschaft!

 

Dieses Kapitel droht allen, die dem Sohn Gottes nicht gehorchen, der Zorn Gottes!

 

 

Bibeltext:

 

(3,36) Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn Gottes (Christus) nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

 

 

5.Die Heilung eines Gelähmten am Sabbat in Jerusalem:

(5,1-18)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wollen die Juden Jesus töten, weil er am Sabbat geheilt hat!

 

 

Bibeltext:

 

(5,16) Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das am Sabbat getan hatte.

 

(5,18) Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.

 

 

6.Jesu Flucht vor der Öffentlichkeit:

(7,1-13)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Dieses Kapitel schildert die Verfolgung Jesus durch die Juden!

 

 

Bibeltext:

 

(7,7) Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.

 

(7,13) Aber niemand redete öffentlich über ihn, denn man fürchtete sich vor den Juden.

 

 

7.Der Streit im Hohen Rat um Jesus:

(7,37-52)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel verflucht Jesus das jüdische Volk, weil es angeblich vom Gesetz nichts versteht!

 

Beim Weltgericht (Matth.25,31-46) wirft Christus bei seiner Wiederkehr die Verfluchten ins Feuer:

 

(25,41) Wenn der Menschensohn (Christus) kommt:

Dann wird er sich auf die linke Seite wenden und zu ihnen sagen:

Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist.

 

Mögliche Kernaussage dieses Kapitels:

 

Mehrere Kapitel im Neuen Testament deuten darauf hin, das Christus bei seiner Wiederkehr alle, die sich nicht zu ihm bekehrten bzw. alle die Christus nicht anbeteten (möglicherweise die ungläubigen Juden) im Feuer bzw. im Ofen verbrennt!

 

 

Bibeltext:

 

(7,37-38) Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir und trinke, wer an mich glaubt. (…)

 

(7,43-44) So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge. Einige von ihnen wollten ihn festnehmen, aber keiner wagte es ihn anzufassen.

 

(7,45) Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?

 

(7,47) Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt ihr euch in die Irre führen lassen?

 

(7,49) Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.

 

 

8.Jesu Selbstzeugnis:

(8,12-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Das klassische  Schwarz/Weiß – Gut/Böse – Menschenbild des Christentums:

 

Auf der einen Seite:

Christus, das Licht und seine Anhänger (Söhne des Lichts)

 

Auf der anderen Seite:

Die Ungläubigen (Juden/Gottlose/Heiden) als „Söhne des Teufels d.h. „Söhne der Finsternis“

 

 

Bibeltext:

 

(8,12) Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.

 

 

9.Die wahren Kinder Abrahams:

(8,30-47)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezichtigt Jesus den Juden die Teufelsvaterschaft (Abstammung vom Teufel) und bezeichnet die Juden als „Söhne des Bösen“!

 

In diesem Kapitel hat die Dämonisierung der Juden ihren Ursprung:

 

Die Dämonisierung der Juden beginnt beim Religionsstifter, über die frühen Kirchenlehrer, über die Judenpogrome des Mittelalters, über die Ritualmord- und Hostienschändungsvorwürfe, über Luther, über die jüdisch (satanischen) Weltverschwörungstheorien bis zum Antisemitismus der Nationalsozialisten.

 

 

Bibeltext:

 

(8,42) Jesus sagte zu ihnen (Den Juden): Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr (Juden) mich lieben, denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen.

 

(8,43-44) Warum versteht ihr (Juden) nicht, was ich (Jesus) sage? Weil ihr (Juden) nicht imstande seid, mein Wort zu hören. Ihr (Juden) habt den Teufel zum Vater und ihr (Juden) wollt das tun, wonach es eurem Vater (Dem Teufel) verlangt.

 

(8,47) Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes; ihr (Juden) hört sie deshalb nicht, weil ihr (Juden) nicht aus Gott seid.

 

 

10.Das Eingreifen der Pharisäer:

(9,13-34)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel haben die Juden beschlossen, alle aus der Synagoge auszustoßen, die Jesus als Messias anerkennen!

 

 

Bibeltext:

 

(9,22) Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Messias bekenne, aus der Synagoge auszustoßen.

 

 

11.Jesu Selbstoffenbarung vor dem Geheilten:

(9,35-41)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels kommt Jesus auf die Erde, um die Welt zu richten!

 

 

Bibeltext:

 

(9,39) Da sprach Jesus:

Um zu richten, bin ich in die Welt gekommen. (…)

 

 

12.Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben und Räubern:

(10,1-10)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Jesus die alten Propheten als „Diebe und Räuber“ die nur kommen um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten!

 

 

Bibeltext:

 

(10,7) Weiter sagte Jesus zu ihnen:

Amen, amen ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen (symbolisch die Israeliten bzw. die Juden)

 

(10,8) Alle die vor mir kamen (die alten Propheten) sind Diebe und Räuber; aber die Schafe (die Israeliten bzw. die Juden) haben nicht auf sie gehört.

 

(10,10) Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

 

 

13.Das Streitgespräch beim Tempelweihfest:

(10,22-39)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wollen die Juden Jesus wegen Gotteslästerei steinigen!

 

 

Bibeltext:

 

(10,31) Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn (Jesus) zu steinigen.

 

(10,33) Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen deines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerei.

 

 

14.Die letzte öffentliche Rede Jesu – Die Stunde der Entscheidung:

(12,20-36)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Das klassische Schwarz/Weiß – Gut/Böse – Menschenbild des Christentums:

 

Auf der einen Seite:

Die Christen als Söhne des Lichts

 

Auf der anderen Seite:

Die Ungläubigen Juden als Söhne des Teufels (Söhne der Finsternis)

 

Daraus resultierend wurden im Christentum die Juden und dunkelhäutige Völker mit dem Bösen assoziiert, was zur Dämonisierung und Schließlich zu Unterdrückung und Verfolgung führte!

 

 

Bibeltext:

 

(12,35-36) Da sagte Jesus zu ihnen:

Solange ihr das Licht bei euch habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichts werdet.

 

 

15.Jesu Urteil über den Unglauben der Juden:

(12,37-43)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

Jesus wirft den Juden „Blindheit“ und „Hartherzigkeit“ vor, damit sie sich nicht bekehren!

 

In diesem Kapitel wird zwar begrüßt, dass auch führende Männer der Juden sich zum christlichen Glauben bekehrten, gleichzeitig werden diese kritisiert, weil diese sich nur heimlich zum christlichen Glauben bekennen, um keine beruflichen und weltlichen Nachteile zu erhalten!

 

 

Bibeltext:

 

(12,37) Obwohl Jesus so viele Zeichen vor ihren Augen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn:

 

(12,38) So sollte sich das Wort erfüllen, das der Prophet Jesaja gesagt hat: Herr, wer hat an unsere Botschaft geglaubt? Und der Arm des Herrn – wem wurde seine macht offenbar?

 

(12,39) Denn sie (Die Juden) konnten nicht glauben, weil Jesaja an einer anderen Stelle gesagt hat:

 

(12,40) Er hat ihre Augen blind gemacht und ihr Herz hart, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

 

(12,42) Dennoch kamen sogar von den führenden Männern viele zum Glauben an ihn; aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht offen, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden.

 

(12,43) Denn sie liebten das Ansehen bei den Menschen mehr als das Ansehen bei Gott.

 

 

16.Aufforderung zur Entscheidung zwischen Glauben und Unglauben:

(12,44-50)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Christliche Intoleranz/Drohbotschaft bzw. Strafandrohung!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels erwartet allen, die Jesus verachten und seine Worte nicht annehmen das „Gericht am letzten Tag“ (Beim jüngsten Gericht?)

 

 

Bibeltext:

 

(12,46) Ich (Jesus) bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.

 

(12,48) Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag

 

 

17.Der Hass der Welt gegen die Jünger:

(15,18-16,4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel kündigt Jesus seinen Jüngern die Verfolgung durch die Juden an!

 

 

Bibeltext:

 

(15,23-24) Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. Wenn ich bei ihnen nicht die Werke vollbracht hätte, die kein anderer vollbracht hat, wären sie ohne Sünde. Jetzt aber haben sie die Werke gesehen und doch hassen sie mich und meinen Vater.

 

(16,1-2)  Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch (Christenmissionare) aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch (Christenmissionare) tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.

 

 

DIE APOSTELGESCHICHTE:

 

Kritische Schriften der Apostelgeschichte:

 

Inhalt:

 

1.Die Pfingstpredigt des Petrus

2.Die Rede des Petrus auf dem Tempelplatz

3.Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat

4.Die Apostel vor dem Hohen Rat

5.Die Verhaftung und die Rede des Stephanus

6.Die Taufe des Kornelius

7.von Antiochia über Zypern nach Perge

8.Das Wirken des Barnabas und des Paulus in Antiochia in Pisidien

9.In Ikonion, Lystra und Derbe

10.Paulus in Korinth

11.Die Verschwörung der Juden gegen Paulus

12.Ankunft und Wirken des Völkerapostels in Rom

 

 

Kritische Analyse der Apostelgeschichte:

 

Kernaussage der Apostelgeschichte:

(Kommentar katholische Bibel)

 

Das Heil, das Christus gebracht hat, wird von den christlichen Missionaren nochmals den Juden angeboten. Mit der Ankunft des Paulus in Rom wird endgültig sichtbar, dass das Herz des jüdischen Volkes „verstockt“ bleibt.

 

So ist das Hauptziel der Apostelgeschichte, die allmähliche Loslösung (Spaltung) der Kirche von Israel (Den Juden) zu beschreiben. Am Ende stehen sich Kirche und Judentum als zwei voneinander getrennte Größen gegenüber.

 

Die Apostelgeschichte schildert deutlich, wie der Vorwurf an der Schuld am Kreuzestod Christi von den Hohepriestern und religiösen Führern der Israeliten auf das ganze jüdische Volk abgewälzt wird:

 

Während in den Evangelien die Jünger den Kreuzestod Christi nur den Hohepriestern und religiösen Führern der Israeliten vorwerfen (siehe Kap. „Die Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus Luk.24,13-35) wird in der Apostelgeschichte die Schuld am Kreuzestod Christi durch die Apostel dem gesamten jüdischen Volk vorgeworfen!

(siehe Kap. „Die Pfingstpredigt des Petrus“ 2,14-36)

(siehe Kap. „Die Rede des Stephanus auf dem Tempelplatz“ 3,11-26)

(siehe Kap. „Die Rede des Stephanus“ 7,1-53)

 

 

In der Apostelgeschichte wird der „Verrat“ an Jesus dem ganzen jüdischen Volk vorgeworfen:

 

In den Evangelien wird Jesus von Judas Iskariot, einem der zwölf Jünger, der „Verrat“ an Jesus vorgeworfen.

In der Apostelgeschichte werfen die christlichen Apostel dem ganzen jüdischen Volk den „Verrat“ an Christus vor!

 

In der Apostelgeschichte planen die Juden eine Verschwörung gegen Paulus:

 

Die „Verschwörungsvorwürfe“ gegen die Juden führte durch die Jahrhunderte zu Anfeindungen, Verfolgungen und zu Ermordung von Juden und dient bis heute als einer der Kernsäulen des Antijudaismus/Antisemitismus (beispielsweise die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“)

 

 

In der Apostelgeschichte wiederholt Pauls die „Blutschuld der Juden am Kreuzestod Christi“

(siehe Kap. „Paulus in Korinth“ 18,1-17)

 

Laut der Aussage der Apostelgeschichte ist Christus bei seiner Wiederkehr der den Israeliten bestimmte Messias. Zusätzlich wird betont, dass jeder, der nicht auf einen Propheten (Christus) hört, aus dem Volk ausgemerzt wird!

(siehe Kap. „Die Rede des Petrus auf dem Tempelplatz“ 3,11-26)

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Die Pfingstpredigt des Petrus:

(2,14-36)

 

Kritische Analyse dieser Predigt:

 

Judenfeindlich:

 

In dieser Predigt wirft Petrus den Israeliten (Juden) allgemein und den Bewohnern Jerusalems zweimal die Kreuzigung Christi vor!

 

 

Bibeltext:

 

(2,14) Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden:

Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte!

 

(2,22) Israeliten, hört diese Worte:

Jesus, den Nazarener, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selber wisst – ihn, der nach Gottes beschlossenen Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht.

 

(2,36) Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.

 

 

2.Die Rede des Petrus auf dem Tempelplatz:

(3,11-26)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich!

 

In dieser Rede werfen die christlichen Apostel (Petrus und Johannes) dem ganzen jüdischen Volk den „Verrat“ an Christus vor!

 

(Im Widerspruch zu den Evangelien, in denen Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger Jesus als Verräter Jesu dargestellt wird, wirft in dieser Rede der Apostel Petrus dem ganzen jüdischen Volk den „Verrat“ an Jesus vor!)

 

In dieser Rede werfen die christlichen Apostel (Petrus und Johannes) dem ganzen jüdischen Volk die „Verleugnung“ Jesu vor!

 

In dieser Rede werfen die christlichen Apostel (Petrus und Johannes) dem ganzen jüdischen Volk vor, den „Urheber des Lebens“ (Christus) getötet zu haben!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels ist Christus bei seiner Wiederkehr der den Israeliten bestimmte Messias. Zusätzlich wird betont, dass jeder, der nicht auf einen Propheten (Christus) hört, aus dem Volk ausgemerzt wird!

 

 

Bibeltext:

 

(3,11) Da er sich Petrus und Johannes anschloss, lief das ganze Volk bei ihnen in der so genannten Halle Salomos zusammen, außer sich vor Staunen.

 

(3,12-13) Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? (…) Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn (Jesus) freizulassen.

 

(3,15) Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen.

 

(3,19-20) Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeichen des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.

 

(3,22) Moses hat gesagt:

Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagt. Jeder, der auf jenen Propheten (Christus?) nicht hört, wird aus dem Volk ausgemerzt werden.

 

 

3.Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat:

(4,1-22)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel werfen Petrus und Johannes allen religiösen und politischen Führern des jüdischen Volkes die Kreuzigung Christi vor:

 

Dem Tempelhauptmann/den Priestern/den Sadduzäern/den Ältesten/den Schriftgelehrten/Hannas der Hohepriester/Kajaphas, Johannes, Alexander und allen aus dem Geschlecht der Hohepriester!

 

 

Bibeltext:

 

(4,5-6) Am anderen Morgen versammelten sich ihre Führer sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem, dazu Hannas, der Hohepriester, Kajapas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohenpriester stammten.

 

(4,8) Da sagte Petrus zu ihnen, gefüllt vom Heiligen Geist:

Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten!

 

(4,10) So sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen:

Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt.

 

 

4.Die Apostel vor dem Hohen Rat:

(5,21-42)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel werfen die christlichen Apostel dem Hohen Rat die Kreuzigung Christi vor!

 

Zusätzlich wirft in diesem Kapitel der Hohe Rat (Die Hohenpriester) den christlichen Aposteln vor, das Verbrechen der Kreuzigung Christi auf sie und das jüdische Volk abwälzen zu wollen!

 

 

Bibeltext:

 

(5,27-28) Man führte sie herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte:

Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

 

(5,29-30) Petrus und die Apostel antworteten:

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Kreuz gehängt und ermordet habt.

 

 

5.Die Verhaftung und die Rede des Stephanus:

(7,1-53)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In dieser Rede wirft Stephanus dem jüdischen Volk, den Ältesten, den Schriftgelehrten und den Hohenpriestern den Mord an den Propheten (Moses/Jesus) vor!

 

In dieser Rede wirft Stephanus dem jüdischen Volk, den Ältesten, den Schriftgelehrten und den Hohepriestern den Verrat und Mord an Jesus vor!

 

(Im Widerspruch zu den Evangelien, in denen Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger, als „Verräter“ Jesu dargestellt wird, wirft in dieser Geschichte der Apostel Stephanus den „Verrat“ an Jesus den Hohenpriester vor!)

 

 

Bibeltext:

 

Die Verhaftung des Stephanus:

 

(6,8-10) Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Doch einige von der so genannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten; aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.

 

(6,11-12) Da stiften sie Männer zu der Aussage an:

Wir haben gehört, wie er gegen Moses und Gott lästerte. Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein und schleppten ihn vor den Hohen Rat.

 

Die Rede des Stephanus:

 

(7,1-2) Der Hohepriester aber fragte: Ist das wahr? Stephanus antwortete: Brüder und Väter, hört mich an!

 

(7,51) Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr.

 

(7,52) Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid.

 

 

6.Die Taufe des Kornelius:

(10,23b-48)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wirft Petrus den Juden die Kreuzigung Christi vor!

 

 

Bibeltext:

 

(10,23) Tags darauf machte sich Petrus mit ihnen auf den Weg und einige Brüder aus Joppe begleiteten ihn. Am folgenden Tag kamen sie nach Cäsarea.

 

(10,28) Da sagte er zu ihnen:

(10,39) Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet.

 

 

7.Von Antiochia über Zypern bis Perge:

(13,4-13)

 

Kritische Analyse dieses Kapitel:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus den Zauberer und falschen Propheten, der Jude war als „elender und gerissener Betrüger“!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus, den Zauberer und falschen Propheten, der Jude war, als „Sohn des Teufels“!

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus, den Zauberer und Propheten, der Jude war, als „Feind aller Gerechtigkeit“!

 

 

Bibeltext:

 

(13,5-7) Als sie (die christlichen Missionare) in Salamis angekommen waren, verkündeten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Dort trafen sie einen Mann namens Barjesus, einen Zauberer und falschen Propheten, der Jude war und zum Gefolge des Prokonsuls Sergius Paulus, eines verständigen Mannes gehörte. Dieser ließ Barnabas und Saulus rufen und wünschte, von ihnen das Wort Gottes zu hören.

 

(13,8) Aber Elymas der Zauberer – so wird nämlich der Name Elymas übersetzt, trat gegen sie auf und wollte den Prokonsul vom Glauben abhalten.

 

(13,9-10) Saulus, der auch Paulus heißt, blickte ihn, vom Heiligen Geist erfüllt an und sagte: Du elender und gerissener Betrüger, du Sohn des Teufels, du Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht endlich aufhören, die geraden Wege des Herrn zu durchkreuzen?

 

 

8.Das Wirken des Barnabas und des Paulus in Antiochia in Pisidien:

(13,14-52)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

Dieses Kapitel berichtet, wie die Juden aus Neid und Eifersucht über die Missionserfolge der christlichen Apostel die vornehmen, gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt aufhetzen und eine Verfolgung der christlichen Apostel veranlassen!

 

 

Bibeltext:

 

(13,14) Sie selbst wanderten von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien. Dort gingen sie am Sabbat in die Synagoge und setzten sich.

 

(13,16) Da stand Paulus auf, gab mit der Hand ein Zeichen und sagte:

Ihr Israeliten und ihr Gottesfürchtigen hört!

 

(13,26-28) Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt. Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte des Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt. Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus die Hinrichtung.

 

(13,42-43) Als sie hinausgingen, bat man sie, am nächsten Sabbat über diese Worte zu ihnen zu sprechen. Und als die Versammlung sich aufgelöst hatte, schlossen sich viele Juden und fromme Proselyten Paulus und Barnabas an. Diese redeten mit ihnen und ermahnten sie, der Gnade Gottes treu zu bleiben.

 

(13,45) Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die gesamte Stadt, um das Wort des Herrn zu hören. Als die Juden die Scharen sahen (die sich bekehren ließen) wurden sie eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.

 

(13,46) Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig:

Euch wurde das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstößt und euch des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns jetzt an die Heiden.

 

(13,50) Die Juden jedoch hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf, veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.

 

 

9.In Ikonion, Lystra und Derbe:

(14,1-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wird geschildert wie die Juden die sich der Bekehrung widersetzen, die Heiden gegen die christlichen Apostel aufhetzen!

 

 

Bibeltext:

 

(14,1) In Ikonion gingen sie ebenfalls in die Synagoge der Juden in redeten in dieser Weise und eine große Zahl von Juden und Griechen wurden gläubig.

 

(14,2) Die Juden aber, die sich widersetzten, erregten sich die Heiden gegen die Brüder.

 

(14,4) Doch das Volk in der Stadt spaltete sich; die einen hielten zu den Juden, die anderen zu den Aposteln.

 

(14,5-6) Als die Apostel merkten, dass die Heiden und die Juden zusammen mit ihren Führern entschlossen waren, sie zu misshandeln und zu steinigen, flohen sie (…)

 

 

10.Paulus in Korinth:

(18,1-17)

 

Kritische Analyse dieses Berichtes:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel wiederholt Paulus die „Blutschuld der Juden“ am Kreuzestod Christi:

 

In diesem Kapitel sagt Paulus zu den Juden: Euer Blut komme über euer Haupt!

 

Nach dem aktuellen Stand der Christentumsforschung ist die Apostelgeschichte vor der Abschrift der Evangelien entstanden, daher könne der Ausdruck aus der Passionsgeschichte Jesu im Matthäusevangelium (27,25) „Da rief das ganze Volk: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ ursprünglich von Paulus stammen und später in das Evangelium eingefügt worden sein!

 

 

Bibeltext:

 

(18,1) Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.

 

(18,4-5) An jedem Sabbat lehrte er in den Synagogen und suchte die Juden zu überzeugen. Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien eingetroffen waren, widmete sich Paulus ganz der Verkündigung und bezeugte den Juden, dass Jesus der Messias sei.

 

(18,6) Als sie sich dagegen auflehnten und Lästerungen ausstießen, schüttelte er seine Kleider aus und sagte zu ihnen: Euer Blut komme über euer Haupt!

Ich in daran unschuldig. Von jetzt an werde ich zu den Heiden gehen.

 

 

11.Die Verschwörung der Juden gegen Paulus:

(23,12-22)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Dieses Kapitel schildert, wie die Juden eine Verschwörung gegen Paulus planen und einen heiligen Eid schwören, weder essen noch zu trinken, bis sie Paulus getötet hätten.

 

Die „Verschwörungsvorwürfe“ gegen die Juden führten durch die Jahrhunderte zu Anfeindungen, Verfolgungen und zur Ermordung von Juden und diene bis heute als einer der Kernsäulen des Antisemitismus (beispielsweise die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“)

 

 

Bibeltext:

 

(23,12-13) Nach Tagesanbruch rotteten sich die Juden zusammen und schworen einen heiligen Eid, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus getötet hätten. An dieser Verschwörung waren mehr als vierzig Männer beteiligt.

 

 

12.Ankunft und Wirken des Völkerapostels in Rom:

(28,16-31)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wirft Paulus dem jüdischen Volk „Blindheit“, Taubheit“ und „Hartherzigkeit“ vor, damit sie sich nicht zu Jesus bekehren!

 

 

Bibeltext:

 

(28,17) Drei Tage später rief er, (Paulus) die führenden Männer der Juden zusammen.

 

(28,23) Sie vereinbarten mit ihm einen bestimmten Tag, an dem sie in noch größerer Zahl zu ihm in die Wohnung kamen. Vom Morgen bis in den Abend hinein erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und versuchte, sie vom Gesetz des Moses und von den Propheten aus für Jesus zu gewinnen.

 

(28,25) Ohne sich einig geworden zu sein, brachen sie auf, nachdem Paulus noch das eine Wort gesagt hatte: Treffend hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesagt:

 

(28,26) Geh zu diesem Volk und sag: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.

 

(28,27) Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

 

 

DIE PAULINISCHEN BRIEFE

 

DER BRIEF AN DIE RÖMER:

 

Kritische Schriften des Briefes an die Römer:

 

Inhalt:

 

1.Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit des Menschen

2.Der Mensch vor Gottes Gericht

3.Die Heiden und das Gesetz

4.Die Juden und das Gesetz

5.Gottes Treue angesichts der Sünde des Menschen

6.Israels falscher Eifer für Gott

7.Israels Ungehorsam

8.Der erwählte Rest und das verblendete Volk

9.Das Bild vom Ölbaum

10.Die Errettung ganz Israels

11.Aufforderung zu einem Leben aus dem Geist

12.Der Christ und die staatliche Ordnung

13.Aufruf zur Einmütigkeit in der Gemeinde

 

 

Zusammenfassende Gesamtanalyse der kritischen Schriften des Römerbriefes:

 

Judenfeindlichkeit:

 

Im Römerbrief trifft die Juden wegen „Starsinnigkeit am „Tag des Zorns“ (Gottes Gericht) Not und Bedrängnis!

(siehe Kap. „Der Mensch vor Gottes Gericht“ 2,1-11)

 

Im Römerbrief wirft Paulus den Juden vor, dass sie „Stehlen und Ehebrechen“, „Tempelraub begehen“ und „Gottes Gesetz entehren und übertreten“

(siehe Kap. „Die Juden und das Gesetz“ 2,17-29)

 

(Laut der Aussage eines Gleichnisses im Matthäusevangelium lässt Christus bei seiner Wiederkehr alle zusammenholen, die Gottes Gesetz übertreten (die Juden?) und sie in den Ofen werfen , indem das Feuer brennt!)

(siehe Kap. „Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut“ Matth.13,36-43)

 

Im Römerbrief wirft Paulus den Juden „Ungerechtigkeit“, „Abtrünnigkeit“, „Unverständlichkeit“ und „Gehässigkeit“ vor. Das sie (die Juden) schnell dabei sind „Blut zu vergießen“ und das „Verderben und Unheil“ auf ihrem Weg liegt!

(siehe Kap. „Gottes Treue angesichts der Sünde des Menschen“ 3,1-20)

 

Im Römerbrief bezeichnet Paulus Israel als „ungehorsames und Widerspenstiges“ Volk!

(siehe Kap. „Israels Ungehorsam“ 10,16-21)

 

Im Römerbrief bezeichnet Paulus die Israeliten vom Evangelium her als „Feinde Gottes“!

(siehe Kap. „Die Errettung ganz Israels“ 11,25-36)

 

Der Römerbrief beinhaltet einen Hinweis auf einen zornigen Rachegott:

 

Im Römerbrief taucht der zornige Rachegott des Alten Testaments wieder auf!

(siehe Kap. „Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit des Menschen“ 1,18-32)

 

Heidenfeindlichkeit/Naturfeindlichkeit:

 

Im Römerbrief verdienen alle den Tod, die Tiere d.h. die Natur anbeten (Naturreligionen)

 

Basierend aus dieser Aussage (1,18-32) verbunden mit den Gesetzbüchern Moses (Altes Testament) das das Christentum als Heilige Schrift übernahm, in denen Gott die Anbetung von Tieren bzw. der Natur (Naturreligionen) verbietet, konnte sich das Christentum die (gewaltsame) Vernichtung der Naturreligionen (Heidentum) bei Germanen, Kelten, Slawen oder bei den Ureinwohnern Amerikas, Afrikas und Australiens religiös rechtfertigen!

 

Im Römerbrief gehen die Heiden zugrunde!

(siehe Kap. „Die Heiden und das Gesetz“ 2,12-26)

 

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit des Menschen:

(1,18-32)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Atheistenfeindlich/Heidenfeindlich:

 

In diesem Kapitel offenbart sich der Zorn Gottes gegen Atheisten und gegen die Naturreligionen, welche die Tiere anbeten!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels verdienen Atheisten und Naturreligionen den Tod!

 

Wie bereits im Alten Testament deutet auch das Neue Testament in diesem Bericht auf einen zornigen Rachegott hin!

 

Durch die Aussage dieses Kapitels, verbunden mit den Gesetzbüchern Moses in denen Gott die Anbetung von Tieren oder der Natur allgemein verbietet, konnte sich das Christentum die (gewaltsame) Vernichtung heidnischer Naturreligionen bei Germanen, Kelten, Slawen oder bei den Ureinwohnern Amerikas oder Australiens religiös rechtfertigen!

 

 

Bibeltext:

 

(1,18) Der Zorn Gottes wird vom Himmel her offenbart wider aller Gottlosigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.

 

(1,23) Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen.

 

(1,32) Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. (…)

 

 

2.Der Mensch vor Gottes Gericht

(2,1-11)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel droht Juden und Griechen bei „Starrsinnigkeit“ bzw. bei „Ungerechtigkeit“ der „Tag des Zorns“ (Strafgericht Gottes)

 

In diesem Gericht trifft Juden und Griechen Not und Bedrängnis!

 

Aus einem judenfeindlichen Aspekt lässt sich die Aussage dieses Kapitels kritisch analysieren:

 

(2,5) Weil du (Jude) aberstarrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den „Tag des Zorns“ den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht.“

 

 

Bibeltext:

 

(2,5) Weil du aber starrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den „Tag des Zornes“ den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht.

 

(2,6) Er wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen:

(2,8) denen aber, die selbstsüchtig nicht der wahrweit, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, widerfährt Zorn und Grimm.

 

(2,9) Not und Bedrängnis wird jeden Menschen treffen, der das böse tut, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen.

 

 

3.Die Heiden und das Gesetz:

(2,12-16)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Heidenfeindlich:

 

In diesem Kapitel gehen die Heiden zugrunde!

 

 

Bibeltext:

 

(2,12) Alle, die sündigten, ohne das Gesetz zu haben (Die Heiden) werden auch ohne das Gesetz zugrunde gehen, und alle, die unter dem Gesetz sündigten, werden durch das Gesetz gerichtet werden.

 

 

4.Die Juden und das Gesetz:

(2,17-29)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus die Juden als „Unbelehrbare Menschen“!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden vor, dass sie „Stehlen und Ehebrechen“!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden „Tempelraub“ vor!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden vor, Gott zu entehren und Gottes Gesetz übertreten!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden vor, dass ihretwegen unter den Heiden der Name Gottes gelästert wird!

 

Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass Christus bei seiner Wiederkehr diejenigen, die Gottes Gesetze übertreten (möglicherweise die Juden) in den Ofen wirft!

 

 

Bibeltext:

 

(2,17-20) Du nennst dich zwar Jude und verlässt dich auf das Gesetz, du rühmst dich deines Gottes, du kennst seinen Willen und du willst, aus dem Gesetz belehrt, beurteilen, worauf es ankommt; du traust dir zu, Führer zu sein für Blinde, Licht für die in der Finsternis. Erzieher der Unverständigen, Lehrer der Unmündigen, einer für dem im Gesetz Erkenntnis und Wahrheit feste Gestalt besitzen.

 

(2,17) Du nennst dich zwar Jude (…)

(2,21) Du belehrst andere Menschen, dich selbst aber belehrst du nicht.

Du predigst: Du sollst nicht stehlen und stiehlst.

 

(2,17) Du nennst dich zwar Jude (…)

(2,22) Du sagst: Du sollst die Ehe nicht brechen, und brichst die Ehe. Du  verabscheust die Götzenbilder, begehst aber Tempelraub.

 

(2,17) Du nennst dich zwar Jude (…)

(2,23-24) Du (Jude) rühmst dich deines Gesetzes, entehrst aber Gott durch das Übertreten des Gesetzes! Denn in der Schrift steht: Euretwegen wird unter den Heiden der Name Gottes gelästert.

 

(2,27) Der leiblich Unbeschnittene, der das Gesetz erfüllt, wird dich (Jude)  richten, weil du (Jude) trotz Buchstabe und Beschneidung ein Übertreter des Gesetzes bist.

 

 

5.Gottes Treue angesichts der Sünde der Menschen:

(3,1-20)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezichtigt Paulus den Juden allgemein, unter der „Herrschaft der Sünde“ zu stehen!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden allgemein „Abtrünnigkeit“ vor!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden allgemein vor, dass sie zu nichts gutem Taugen!

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Juden allgemein vor, dass sie schnell dabei sind, Blut zu vergießen!

 

In diesem Kapitel bezichtigt Paulus den Juden allgemein, dass auf ihren Wegen „Verderben und Unheil“ ist!

 

Dieses Kapitel deutet auf einen zornigen Rachegott hin!

 

 

Bibeltext:

 

(3,1-3) Was ist nun der Vorzug der Juden, der Nutzen der Beschneidung? Er ist groß in jeder Hinsicht. Vor allem: Ihnen sind die Worte Gottes anvertraut. Wenn jedoch einige Gott die Treue gebrochen haben, wird dann etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben?

 

(3,5-6) Wenn aber unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes bestätigt, was sagen wir dann?  Ist Gott – ich frage sehr Menschlich – nicht ungerecht, wenn er seinen Zorn walten lässt? Keineswegs! Denn wie könne Gott die Welt sonst richten? (…)

 

(3,9-10) Was heißt das nun? Sind wir den als Juden im Vorteil? Ganz und gar nicht. Denn wir haben vorher die Anklage erhoben, dass alle Juden unter der Herrschaft der Sünde stehen, wie es in der Schrift heißt: Es gibt keinen (Juden) der gerecht ist, auch nicht einen;

 

(3,11) Es gibt keinen Verständigen (Juden) keinen, der Gott sucht;

 

(3,12) Alle (Juden) sind abtrünnig geworden, alle (Juden) miteinander taugen nichts, keiner tut Gutes, auch nicht einer;

 

(3,13) Ihre Kehle ist ein offenes Grab mit ihrer Zunge betrügen sie; Schlangengift ist auf ihren Lippen;

 

(3,14) Ihr Mund ist voll Fluch und Gehässigkeit;

 

(3,15-17) Schnell sind sie (Die Juden) dabei, Blut zu vergießen. Verderben und Unheil ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens kennen sie (Die Juden) nicht;

 

(3,18) Die Gottesfurcht steht ihnen (Den Juden) nicht vor Augen;

 

 

6.Israels falscher Eifer für Gott:

(9,30-10,4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel wirft Paulus Israel vor, das Gesetz verfehlt zu haben!

 

 

Bibeltext:

 

(9,31) Israel aber, das nach dem Gesetz der Gerechtigkeit strebte, hat das Gesetz verfehlt.

 

(10,3) Da sie (die Israeliten) die Gerechtigkeit Gottes verkannten und ihre eigene Aufrichten wollten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

 

 

7.Israels Ungehorsam:

(10,16-21)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus die Juden als „ungehorsames und widerspenstiges Volk“!

 

 

Bibeltext:

 

(10,16) Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. (…)

 

(10,21) Über Israel aber sagt er:

Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk

 

 

8.Der erwählte Rest und das verblendete Volk:

(11,1-12)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel wirft Paulus einem Teil Israels „Verstockung“ und „Versagen“ vor!

 

 

Bibeltext:

 

 

(11,2-3) (…) Elija führte Klage gegen Israel und sagte: Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört.

 

(11,4) Gott aber antwortete ihm:

Ich habe 7.000 Männer für mich übrig gelassen, die ihr Knie nicht vor Baal gebeugt haben.

 

(11,5-6) Ebenso gibt es auch in der gegenwärtigen Zeit einen Rest, der aus Gnade erwählt ist – aus Gnade, nicht mehr aufgrund von Werken, sonst wäre die Gnade nicht mehr Gnade.

 

(11,7) Das bedeutet: Was Israel erstrebt, hat nicht das ganze Volk, sondern nur der erwählte Rest erlangt; die übrigen wurden verstockt.

 

(11,11) Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sich selbst eifersüchtig zu machen.

 

 

9.Das Bild vom Ölbaum:

(11,13-24)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Dieses Kapitel schildert, dass die Heidenmission nur dem Grund dient, die Israeliten (die Juden) eifersüchtig zu machen, um wenigstens einige zu retten!

 

Siehe Jesu Verbot der Heidenmission:

 

(Matth.10,5-15)

(10,5-6)  Diese zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden (…) sondern geht zu den verlorenen Schafen Israels.

 

 

Bibeltext:

 

(11,13-14) Euch, den Heiden sage ich:

Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst, weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten.

 

 

10.Die Errettung ganz Israels:

(11,25-36)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Judenfeindlich:

 

In diesem Kapitel bezeichnet Paulus die Juden als „Feinde Gottes“!

 

 

Bibeltext:

 

(11,25) Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlasst, Brüder, sollst ihr dieses Geheimnis wissen:

Verstockung liegt auf einem Teil Israels. (…)

 

(11,28) Vom Evangelium her sind sie Feinde Gottes und das um euretwillen; (…)

 

 

11.Aufforderungen zu einem Leben aus dem Geist:

(12,9-21)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel ermahnt Paulus die Christen, sich nicht selbst an ihren Verfolgern zu rächen, sondern sie der Rache bzw. dem Zorn Gottes zu überlassen!

 

(Im Thessalonicherbrief rächt sich Christus selbst, vom Himmel her, an den Juden, die die christlichen Gemeinden verfolgen und anfeinden!)

 

 

Bibeltext:

 

(12,14) Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!

 

(12,19) Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn Gottes; denn in der Schrift steht:

Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr!

 

 

12.Der Christ und die staatliche Ordnung:

(13,1-7)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel ermahnt Paulus die Christen vor der Widerstand gegen die Staatsgewalt und betont, wer sich ihr entgegensetzt stellt sich gegen die Ordnung Gottes und wird dem Gericht verfallen!

 

So wurden beispielsweise während der Hexenverfolgungen die Opfer durch weltliche Gerichte verurteilt!

 

 

Bibeltext:

 

(13,1-2) Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes und wer sich ihr entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen.

 

(13,4) Sie steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du Gutes tust. Wen du aber Böses tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut.

 

 

13.Aufruf zur Einmütigkeit in der Gemeinde:

(15,1-13)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Heidenfeindlich:

 

Aus der Aussage dieses Kapitels rechtfertigt die Kirche, stellvertretend im Namen Christi ihren Herrschaftsauftrag über heidnische Völker!

 

 

Bibeltext:

 

(15,12) Und Jesaja sagt:

Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isais; (bezüglich im Neuen Testament auf Christus) er wird sich erheben, um über die Heiden zu herrschen. (…)

 

 

DER ERSTE KORINTHERBRIEF

 

Kritische Schriften des ersten Korintherbriefes:

 

Inhalt:

 

1.Die Botschaft vom Kreuz

2.Paulus, der Verkünder der Weisheit Gottes

3.Ein Fall von Blutschande

4.Die christliche Ehe

5.Die Freiheit der Christen

6.Über Götzendienst und Götzenopfermahl

7.Über das Verhalten der Frau beim Gottesdienst

8.Die reche Einheit und Ordnung im Gottesdienst

9.Die Auferweckung Christi und das Heil

10.Letzte Mahnungen und Grüße

 

 

Zusammenfassende Analyse der kritischen Schriften des ersten Korintherbriefes:

 

Im Korintherbrief gehen die Heiden verloren!

 

Der Korintherbrief ermahnt die Christengemeinden, die Götzendiener aus ihrer Mitte wegzuschaffen d.h. auszustoßen!

 

Frauenfeindlichkeit:

 

Laut der Aussage eines Kapitels des Korintherbriefes ist die Frau für den Mann erschaffen und der Mann verfügt über den Leib der Frau!

(siehe Kap.7,1-7/11,2-16)

 

Der Korintherbreif bezeichnet den Mann als „Haupt der Frau“ und als „Abglanz des Mannes“!

 

Der Korintherbrief verlangt von den Frauen, bei Gottesdienst Kopftücher zu tragen!

 

 

Die Kapitel im Einzelnen:

 

1.Die Botschaft vom Kreuz:

(1,18-31)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

Heidenfeindlich:

 

Laut der Aussage dieses Kapitels gehen die Heiden (wegen Torheit) verloren!

 

 

Bibeltext:

 

(1,18) Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.

 

(1,22) Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit.

 

(1,23) Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten; für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit.

 

(1,28) Und das Niedrige in der Welt und das verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.

 

 

2.Paulus, Verkünder der Weisheit Gottes:

(2,1-3,4)

 

Kritische Analyse dieses Kapitels:

 

In diesem Kapitel wirft Paulus den Machthabern der Welt die Kreuzigung Christi vor!

 

 

Bibeltext:

 

(2,8) Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

 

 

3.Ein Fall von Blutschande:

(5,1-13)

 

Kritische Analyse dieses Kapitel:

 

Dieses Kapitel ermahnt die Christengemeinden, die Götzendiener aus ihrer Mitte wegzuschaffen d.h. auszustoßen!

 

Laut der Aussage dieses Kapitels werden die Außenstehenden (Nichtchristen) durch Gott gerichtet!

 

 

Bibeltext:

 

(5,9-10) Ich habe euch in meinem Brief ermahnt, dass ihr (Christengemeinden) nichts mit Unzüchtigen zu schaffen haben sollt. Gemeint waren damit nicht alle Unzüchtigen der Welt oder alle Hab